Welchen Stellenwert hat das Thema Karriere für Studenten?

Gastbeitrag von www.infomensa.de – Dem Studentenblog.

Die Generation der heute 20-30-Jährigen, die in den Beruf einsteigen wollen, ist eine Generation der Selbstoptimierer. Die Bologna-Reform bot ihnen nur die Infrastruktur. Der Wandel der Mentalität fand in den Köpfen statt. Als hätte eine Generation nur darauf gewartet, auf einmal in den Wettbewerb des Credit-Point-Sammelns einzutreten, durch geschickt gewählte Praktika die Erfahrungen zu sammeln, die sie für die Wunschstelle brauchen und solange für ihre Abschlüsse zu pauken, bis sie sie mit herausragenden Noten meistern. Vielleicht ist das aber auch einfach nur der Wunsch nach einer Sicherheit, die heute auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gegeben ist, die viele dazu bringt, in den Leistungswahn zu verfallen. Wenn man alles richtig macht, dann müsste es doch trotz allem möglich sein, an sein berufliches Ziel zu gelangen…

Aber wie sieht das berufliche Ziel heutiger Studenten überhaupt aus? Über einen Kamm scheren lassen sie sich wohl kaum. Es gibt noch immer diejenigen, die bereits zwei Jahre vor dem Abi die Hochschulrankings studieren, um herauszufinden, dass sie ihr Wirtschaftsstudium am besten an der Uni St. Gallen absolvieren und diejenigen, die trotz aller Bedenken ihres Umfelds ein Geisteswissenschafts-Studium beginnen, auch wenn die Jobaussichten nicht gerade rosig sind. Es gibt aber doch eine Tendenz, die besagt, dass Studenten seit 25 Jahren nicht so ehrgeizig waren wie heute. Und darin sind sich die Wirtschaftsstudenten und Geisteswissenschaftler auch wieder gleich. Keiner von ihnen will einen stinknormalen Job irgendwo im Durchschnitt. Ebenso wie der Wirtschaftswissenschaftler, der seit dem Abitur auf eine Vorstandsposition in einem Unternehmen hinarbeitet, wollen auch die Geisteswissenschaftler als Journalisten bei der Zeit oder FAZ arbeiten, Schriftsteller werden oder im Kulturmanagement kreativ tätig sein. Die Generation der Selbstoptimierer ist eine Generation, die nach Spitzenpositionen strebt, weil ihnen von klein auf nahegelegt wurde, wie wichtig es ist, die Entscheidungen selbst zu treffen und weil sie selten gelernt haben, sich unterzuordnen. Sie haben gerne die Fäden in der Hand und bevorzugen flache Hierarchien. So kann es passieren, dass sich ein Praktikant in eine Diskussion unter Managern einmischt, nur weil er der Überzeugung ist, dass die beste Idee eben gewinnt. Für die weiblichen Kommilitonen, für die neben der Karriere auch das Thema Familie-Gründen im Raum steht, ist es weiterhin Teil der Selbstoptimierung, sich durch den Nachwuchs nicht die Aufstiegschancen zu verbauen. Sie wollen beides unter einen Hut bringen und dann auch noch beides perfekt. Deshalb der Wunsch nach Rund-um-die-Uhr-Kinderbetreuung, nach Teilzeitstellen in hohen Positionen, nach Frauenquoten.

Die Frage, wie hoch es für die Studenten von heute genau hinausgehen soll, ist wahrscheinlich gar nicht so schematisch zu beantworten. Welches Managementlevel, wie viel Macht und Verantwortung… Vielleicht lässt sich eher sagen, dass Studenten heute und Unternehmen, die gerade angesagt sind, überhaupt nach neuen Formen streben. Die Nachwuchskräfte übernehmen gerne Verantwortung, aber das vor allem im Team, sie streben nach Macht, glauben aber an die Durchsetzungskraft der guten Ideen, sie sind flexibel für Arbeit im Ausland und investieren viel in ihren Job, wenn sie den Job auch als einen Teil ihres Lebens begreifen können, weil dort gute Bedingungen für ihre persönliche Entfaltung herrschen.

Und wo geht‘s heute Abend hin?

Das Wintersemester hat begonnen und besonders alle Neulinge/Erstsemester wollen neben den Hörsälen natürlich auch Ausgehmöglichkeiten auf und um den Campus näher kennen lernen! Doch wo anfangs am besten hin in Dresden? Wir stellen euch einige studentenfreundliche Ausflugsziele im Bereich Club/Bar genauer vor!

Club Aquarium

Nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich im Kellergeschoss eines Studentenwohnheims der Club Aquarium, ebenfalls ein Studentenclub, der seit 1983 existiert. Doch keine Angst – statt in ein dunkles Kellergewölbe zu treten, überraschen euch die ca. 180m² großen Räumlichkeiten mit einem auffallend schicken Design – warmes orange und Rottöne vermitteln sofort ein Gefühl der Behaglichkeit. Ein besonderer Blickfang sind die Bilder an den Wänden, welche im Rahmen der Veranstaltungsreihe namens Waterlounge jeden zweiten Donnerstag im Monat wechseln. Junge Künstler aus Dresden haben somit die Möglichkeit, dort ihre Werke vorzustellen. Ein weiteres Highlight ist das preiswerte Angebot an Getränken. Neben über 150 Cocktails, Longdrinks und Shootern könnt ihr auch viele Weine, Biere und Kaffeesorten genießen!

Klub Neue Mensa

Der Dresdner Studentenclub Klub Neue Mensa bereichert seit 1984 mit viel Motivation und Engagement das kulturelle Leben in der sächsischen Landeshauptstadt. Er befindet sich auf dem Campus direkt gegenüber dem Hörsaalzentrum in der Neuen Mensa und umfasst 3 unterschiedlich große Partyräume und einen Konzertsaal mit einem Fassungsvermögen von ca. 1200 Gästen. Der Club hat ein wirklich breites Spektrum an Veranstaltungsarten im Angebot, was neben Partys und Konzerten auch Filmvorführungen, Diavorträge, Kabarett und Lesungen umfasst. Das alles gibt’s fast immer zu studentenfreundlichen Preisen. Das nächste größere Partyevent, „Campusbeben“, steigt am 20.11. Dort ist der Eintritt sogar frei!

Club Bärenzwinger

Den Studentenclub Bärenzwinger gibt es seit 30 Jahren. Er befindet sich in der Nähe der Dresdner Synagoge. Dort organisieren ein haupt- und etwa 20 aktive, ehrenamtliche Mitglieder an 6 Tagen in der Woche ein facettenreiches Programm, das viele Dresdner und Gäste von auswärts anzieht. Es lohnt sich z.B., die regelmäßig stattfindenden Tequila-Partys mit musikalischer Untermalung der Band „The Tequila Monsters“ zu besuchen. Regelmäßig stattfindende Konzerte gehören natürlich ebenso zum Repertoire des Clubs.

Und sonst so? Na… Neustadt natürlich!

Neben zahlreichen Studentenclubs, von denen wir hier 3 vorgestellt haben, gibt es natürlich noch eine ganze Menge weiterer Möglichkeiten, den Abend zu gestalten, allen voran in der allseits beliebten Neustadt – dem buntesten Stadtteil Dresdens. Egal ob Geschäfte, Clubs, Cafés oder Bars – hier ist für jeden etwas dabei! Einige Anlaufpunkte sind abends z.B. die Scheune, Katy‘s Garage, die Zille, das Blue Note, das Hebedas und viele weitere mehr! Am reizvollsten ist das Viertel aber, wenn ihr es auf eigene Faust erkundet und eure persönlichen Lieblingskneipen und –Clubs entdeckt. Wir wünschen viel Spaß dabei!