Tipps und Tricks zur Präsentation eines Referats

Foto: US Department of Education | flickr.com |  CC BY 2.0Anders als bei Hausarbeiten hängt die Wirkung eines Referates zu einem viel größeren Anteil von der richtigen Präsentation ab. Mimik & Gestik fließen zu ca. 55% in die persönliche Wahrnehmung der Zuhörer mit ein, Aspekte der Stimme wie Tonfall und Artikulation zu 38%. Der Inhalt der gesprochenen Worte hat nur einen Einfluss von ca. 7%. Darüber hinaus erinnern sich Menschen an 10% von dem, was sie lesen, an 20% von dem, was sie hören, an 30% von dem, was sie sehen und an 50% von dem, was sie sehen und hören. Für ein gutes Referat bedeutet dies, dass eine gute Mischung aus Text und Visualisierung enorm wichtig ist.

Die richtige Gestaltung der Folien

Das fängt schon bei der Foliengestaltung an. Hier geht es eher um Klasse, statt Masse – so viele Infos wie nötig, so wenig wie möglich. In der Regel empfiehlt es sich, pro Folie ca. 1 bis 2 Minuten Redezeit zu verwenden. Statt die Folien mit viel Text zuzuschütten, solltet Ihr nur die wesentlichsten Fakten auf einer Folie präsentieren, während Ihr alle anderen Informationen in Eure Rede mit einbaut. Die Folie ist nicht dann gut, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann. Dementsprechend versteht es sich von selbst, dass Stichpunkte, die Ihr in Eurem Vortrag nicht ansprecht, auch nicht auf den Folien stehen brauchen. Statt die Infos in ganzen Sätzen zu formulieren, ist es besser, sie kurz und prägnant in Form von Stichpunkten darzustellen. Natürlich könnt und solltet Ihr auch etwas Farbe ins Spiel bringen. Aber auch hier ist es besser, es nicht zu übertreiben. Zwei bis maximal drei Farben sind in der Regel ausreichend für eine anschauliche Darstellung.

Richtig präsentieren

Damit Ihr Euer Referat möglichst gut rüberbringen könnt, solltet Ihr einige wesentliche Punkte zur Vortragsweise beachten. Versteckt euch nicht sitzend hinter eurem Medium sondern tragt Euer Referat stehend und zum Publikum gewandt vor. Beachtet jedoch dabei immer, dass Ihr niemandem die Sicht auf die Folien versperrt. Sprecht in klaren und einfach verständlichen Sätzen („Hauptsätze, Hauptsätze, Hauptsätze!“). Gebt euren Zuhöreren etwas Zeit, sich in die Folien reinzuversetzen. Dies ist besonders bei nicht ganz so leicht nachvollziehbaren Inhalten von Vorteil. Kurze Pausen zwischen Euren ausgesprochenen Worten sind dafür prädestiniert und keinesfalls als unnötiger Zeitverlust anzusehen.

Praktischer Helfer: Stichpunktzettel

Um frei und sicher zu sprechen, solltet Ihr weder alles 1:1 von einem Zettel ablesen, noch euch darauf verlassen, alles aus dem Stehgreif ohne eigene Notizen vorzutragen. Euer Stichpunktzettel sollte also entsprechend konzipiert sein. Vermeidet es, ihn bis ins kleinste Detail auszuformulieren. Das steigert nur die Abhängigkeit und Ihr lauft Gefahr, letztendlich dauernd auf den Zettel zu starren, statt den Blickkontakt zu Eurem Publikum zu wahren und Euch um eine halbwegs freie Rede zu bemühen. Um das Referat sicher vortragen zu können, solltet Ihr Eure Folien mit dem dazugehörigen Stichpunktzettel vorher laut durchsprechen, und das am besten so oft, bis Ihr Euch Eurer Sache sicher seid.

Last but not least wollen wir noch mal kurz zusammenfassen:

  • Foliengestaltung mit einer guten Mischung aus Text und Visualisierung
  • Klasse statt Masse – so viel wie nötig und so wenig wie möglich
  • Sprechen in klaren und einfachen Sätzen, stehend zum Publikum gewandt
  • Stichpunktzettel zur Unterstützung, jedoch nicht zum sturen Ablesen verwenden
  • Referat mehrmals vorher durchsprechen, bis Ihr es sicher vortragen könnt

Wenn Ihr diese Ratschläge befolgt, so bringt Euch das einen großen Schritt näher in Richtung gelungenes Referat!