Plagiatsvorwürfen vorbeugen – ein paar Tipps

Wissenschaftliche Arbeiten unter Plagiatsverdacht – dieses Thema scheint in letzter Zeit immer wieder mittels neuer Schlagzeilen durch die Medien zu geistern. So musste anfangs der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und vor kurzem die Bildungsministerin Annette Schavan von ihrem Amt zurücktreten, da sich die Vorwürfe gegen sie erhärteten. Wer vorsätzlich oder ungewollt in seiner Arbeit in hohem Maße die Gedanken anderer als seine eigenen ausgibt muss damit rechnen ein „ungenügend“ bzw. „nicht bestanden“ von seinem Dozenten zu kassieren. Im Falle der beiden Beispiele hatte dies die Aberkennung des Doktorgrades zur Folge.

Die erste Grundregel beim „Versicherungsschutz“ gegen Plagiatsvorwürfe in der eigenen Arbeit versteht sich somit von selbst – nicht vorsätzlich abschreiben. Doch viel häufiger kommen solche Verdachtsfälle nicht durch Vorsatz zu Stande. Wer sein Zeitmanagement vernachlässigt läuft Gefahr unsauber zu arbeiten und wissenschaftlich ungenau zu belegen. So kann es beispielsweise passieren, dass Ihr schlimmstenfalls eine Woche vor Abgabetermin beschließt die komplette Arbeit niederzuschreiben. Da denkt sich der ein oder andere sicher: „Die Quellenangaben erledige ich zum Schluss. Erst mal muss der Text stehen!“ Das kann sich als großer Fehler erweisen. Besser ist es die Quellen gleich beim Schreiben korrekt mit anzugeben. Die Gefahr etwas zu übersehen sinkt bei dieser Vorgehensweise beträchtlich.

Darüber hinaus solltet Ihr natürlich auch richtig zitieren. Welche genauen Regeln und Standards es dafür gibt ist von Fach zu Fach verschieden. Macht euch mit den jeweiligen Regeln eures Instituts oder Eurer Disziplin vertraut und haltet sie stringent ein. Viele Professoren reagieren allergisch auf die Missachtung der Formalien bei der Angabe von Quellen. Viele Studiengänge bieten auch eigens auf deren Anforderungen abgestimmte Tutorien an, die Euch erklären, wie man wissenschaftlich korrekt arbeitet und richtig zitiert. Besonders für Erstsemester sind diese Veranstaltungen eine große Hilfe und eigentlich unumgänglich um die erste Hausarbeit erfolgreich zu meistern.

Wer sich diese Tipps zu Herzen nimmt ist in der Regel vor Plagiatsvorwürfen gefeit. Um noch weiter auf der sicheren Seite zu sein lohnt es sich zudem kritische Textstellen beispielsweise über Google (Google Scholar) suchen zu lassen. Auch gibt es im Netz einige Seiten, wo man längere Abschnitte seiner Arbeit einfügen kann. Die Software durchsucht dann das Internet nach ähnlichen Textstellen und informiert einen entsprechend mit Angabe der Originalquelle. Bekannte Werkzeuge sind zum Beispiel PlagScan oder Docoloc.

Fazit: Wer ehrlich und gewissenhaft arbeitet läuft kaum Gefahr ungewollt abzuschreiben! Nehmt Euch unsere Tipps zu Herzen und Ihr seid auf der sicheren Seite! J