Was kommt nach dem Studium?

Endlich: Die Abschlussarbeit ist geschrieben und gedruckt, das Studium geschafft. Bevor ihr die Sektkorken knallen lasst, solltet ihr allerdings auch daran denken, wie es jetzt weitergeht. Denn wenn ihr die Uni oder FH verlasst, ändern sich einiges.

Was ihr vor allem nicht vergessen solltet, ist eure Zukunft. Nicht nur die berufliche, sondern auch die private. Seid ihr abgesichert? Wie ist das mit dem Kindergeld? Und wie läuft es, wenn ihr nicht gleich einen Job findet? Alles organisatorische Fragen, die geklärt werden müssen.

Versicherungen nach der Abschlussarbeit

Während des Studiums sind viele über ihre Eltern versichert: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, … Ist man kein Student mehr, ändert sich allerdings der Status und der Tarif muss oftmals gewechselt werden. Sonderregelungen gibt es beispielsweise zwischen Bachelor- und Masterstudium und wenn ihr unter 25 seid. Hier solltet ihr unbedingt mit eurer Versicherung sprechen, um auch wirklich abgesichert zu sein.

Kindergeldanspruch nach dem Studium

Bei Schriftverkehr mit der Kindergeldkasse solltet ihr unbedingt Zeit einplanen und frühzeitig nachfragen. Besonders, wenn es nur um die Übergangszeit zwischen Erst- und Zweitstudium geht. Denn Bachelorarbeit und Bachelorabschluss gelten als abgeschlossene Erstausbildung und demnach erlischt auch der Kindergeldanspruch.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn ihr ein Zweitstudium anschließt. Dann habt ihr nämlich bis zu eurem 25. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld. Wer über seine Eltern privat versichert ist, kann es weiterhin bleiben. Zumindest so lange, wie es Kindergeld gibt. Ansonsten müsst ihr euch selbst gesetzlich versichern.

Kein Job in Aussicht?

Wenn ihr noch nicht wisst, wie es nach der Abschlussarbeit weitergeht, solltet ihr euch unbedingt rechtzeitig arbeitssuchend melden. Nur dann kann geprüft werden, welche Unterstützung euch zusteht. Außerdem hilft euch die Agentur für Arbeit bei eurer Suche nach einem Job. Und nicht zu vergessen: Auch für die Rentenversicherung ist es wichtig, dass ihr als arbeitssuchend gelistet seid.

Was auch immer nach dem Studium kommt: Ihr solltet vorbereitet sein und euch frühzeitig mit bürokratischen Themen befassen. Dann gibt es auch keine bösen Überraschungen.

Burnout wird auch unter Studenten immer häufiger

Burnout kennt man eigentlich nur aus der Arbeitswelt. Zeit- und Leistungsdruck erfährt aber auch eine deutlich jüngere Zielgruppe: Die der Studenten! Immer mehr von ihnen erkranken am Burnout-Syndrom, weil sie den hohen Anforderungen nicht gerecht werden können.

Noch vor der Diplomarbeit mit Burnout belastet

Genaue Statistiken über Burnout-Betroffene gibt es bislang nicht. Doch allein die Zahlen des Deutschen Studentenwerkes in Berlin zeigen, dass immer mehr Studenten psychologische Beratungen in Anspruch nehmen: 2003 waren es noch 11.600 junge Erwachsene, 2012 bereits 27.700.

Die einstige „Manager-Krankheit“ hat sich verändert. Depressionen, Ängste, … sie beschäftigen nun auch den akademischen Nachwuchs. Vor allem, weil für ein enormes Lernpensum immer weniger Zeit zur Verfügung steht. Die Bachelor-Studiengänge samt Abschlussarbeit machen es vor.

Wie Burnout vorbeugen?

Burnout funktioniert schleichend: Selbstzweifel, Traurigkeit, Erschöpfung. Wer sehr ehrgeizig ist und sich hohe Ziele steckt, ist besonders betroffen. Auf die körperliche Entkräftung folgt die mentale. Und die führt immer mehr Studenten in Psychosoziale Beratungsstelle.

Vorbeugen könnt ihr, indem ihr eure Ansprüche nicht zu hoch schraubt und realistisch bleibt. Und indem ihr neben dem Studium nicht noch hundert andere Sachen macht. Wichtig ist es, Prioritäten zu setzen. Auch, wenn es darum geht, die Diplomarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu schreiben und drucken zu lassen.

Schafft euch Freiräume und Orte der Erholung. Schaltet auch mal ab und verbringt Zeit mit Freunden oder Kommilitonen. Auch Entspannungstechniken wie Yoga können helfen, wenn ihr euch darauf einlasst.