Bachelor oder Master? Master oder Bachelor?

Endlich ist der Bachelor ist geschafft, jetzt kann es auf ins Berufsleben gehen. Oder doch nicht? Viele Studenten sind sich unsicher und befürchten, gegen Bewerber mit einem Master keine Chance zu haben. Doch was, wenn man eigentlich gar keine Lust mehr auf ein weiteres Studium hat? Wann macht der Master noch Sinn und wann reicht die Bachelorarbeit?

Battle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und IT

Eine Studie aus dem Jahr 2012 liefert hier ganz eindeutige Zahlen: Drei von vier Studenten mit Bachelorabschluss entscheiden sich dazu, ein weiterführendes Studium dranzuhängen. Das lohnt sich vor allem für all diejenigen, die ihre Qualifikationen im wissenschaftlichen Bereich ausbauen wollen und hier eine Karriere anstreben.

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Etwas anders sieht es in der Wirtschaft aus. Gerade bei Ingenieuren ist ein Master kein Muss, viel lieber ist der Bachelor gesehen. Warum lässt sich leicht erklären: Bachelorabsolventen sind jünger und damit besser formbar. Es sei denn natürlich, es soll bis ganz noch oben gehen. Dann ist ein Master schon sinnvoller. Selbst hier kann er aber berufsbegleitend absolviert werden.

Auch in der IT ist ein Master kein Muss. Der Bachelorabschluss ist vollkommen ausreichend. Wer allerdings eine Position mit viel Selbstständigkeit anstrebt oder in den Bereich IT-Sicherheit will, der sollte doch besser noch die Masterarbeit schreiben.

Zeit für Praxis zwischen Bachelor und Master

Viele glauben, dass sie mit einem Master deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und vor Arbeitslosigkeit sicher sind. Dafür gibt es aber keine Garantie! Und es gibt auch keine Zahlen oder Studien, die belegen, dass Bachelorabsolventen häufiger arbeitslos sind als Masterabsolventen.

Wer sich wirklich dazu entscheidet, den Master zu machen, der sollte nach der Bachelorarbeit erst mal kurz verschnaufen. Praxiserfahrung sammeln und sich einen Überblick über die einzelnen Jobmöglichkeiten verschaffen. Die fehlt vielen Masterabsolventen nämlich.

Und was bei aller Zielstrebigkeit nie vergessen werden sollte: Wichtig ist letztlich nicht der Abschluss, sondern die Leistung, die gebracht wird. Bildung zahlt sich zwar meist aus, ist aber kein Garant für Erfolg im Job!

Als Hiwi an der Uni: Job meets Studium

Viele Studenten schlagen sich mit Nebenjobs durch, um ihr Studium finanzieren zu können. Ihr Tätigkeiten haben dabei nur selten etwas mit ihrem Studiengang zu tun. Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und als Hilfswissenschaftler an der Hochschule arbeiten? Ausbildung und Jobben lassen sich so wunderbar unter einen Hut zu bringen. Und bei der Bachelorarbeit drücken Professoren dann auch gerne mal ein Auge zu.

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Als studentische Hilfskraft arbeiten

Studenten sind irgendwie immer knapp bei Kasse. Gut, dass sie sich an vielen Hochschulen als Hiwi etwas dazuverdienen können. Zum Beispiel, indem sie Kommilitonen bei Klausuren beaufsichtigen oder Unterlagen für die Professoren vorzubereiten. Die Arbeitszeit kann meist recht flexibel eingeteilt werden. Auch die Arbeitsfelder sind sehr unterschiedlich.

Was nahezu alle Hiwi-Jobs gemein haben, ist, dass sie einen Nutzen für das Studium haben. Damit heben sie sich deutlich von den meisten normalen Nebenjobs ab. Dumm nur, dass viele Studenten das scheinbar noch nicht wissen. Eine Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks vom Sommersemester 2012 hat gezeigt, dass rund 61 Prozent der Studenten im Erststudium einen Nebenjob haben. Nur 29 Prozent waren als studentische Hilfskraft im Einsatz.

Wie viel verdient man eigentlich als Hiwi?

Normal ist eigentlich ein Stundenlohn von acht bis elf Euro pro Stunde, wobei die Summe je nach Bundesland und Hochschule variiert. Wer bereits seinen Bachelor in der Tasche hat, verdient meist auch etwas mehr. Und was noch besser ist: Hiwis haben sogar Anspruch auf Urlaub (ideal, um vielleicht die Bachelorarbeit drucken und binden zu lassen) oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Bei späteren Bewerbungen sollte die Arbeit als Hiwi auf jeden Fall angegeben werden. Im Lebenslauf am besten mit Fachbereich, Projekt und einer kurzen Beschreibung der ausgeführten Arbeiten. So sehen Personaler, dass bereits Arbeitserfahrung vorhanden ist. Mit einem Arbeitszeugnis kann diese sogar nachgewiesen werden.

Und wer weiß – vielleicht ist dein Hiwi-Job auch der Türöffner zu einer wissenschaftlichen Karriere?