Kein Masterplan für das Masterstudium? Diese 5 Tipps helfen dir

Deine Bachelorarbeit setzt gerade den ersten, zarten Staub an und schon merkst du irgendwie, dass das Masterstudium doch nichts für dich ist? Bevor du jetzt das Handtuch wirfst und keine Abschlussarbeit schreibst, solltest du dir die fünf wichtige Fragen stellen.

photo-1427805371062-cacdd21273f1

1. Habe ich vielleicht den falschen Studiengang erwischt?

Zunächst einmal solltest du dir Gedanken darüber machen, woher deine Unzufriedenheit kommt. Bist du einfach ausgelaugt, liegt es am Fach oder passiert in deinem Leben abseits des Campusses gerade zu viel? Oftmals ist nicht das Studium selbst schuld, sondern die Lebensumstände haben sich geändert. Wenn deine Masterarbeit gerade in weite Ferne rückt und du jegliche Motivation verloren hast, solltest du dich vielleicht beraten lassen. Jede Hochschule bietet dir hier verschiedene Anlaufstellen. Du könntest aber auch ein Urlaubssemester einlegen, um einen klaren Kopf zu bekommen.

2. Bin ich der fachlichen Herausforderung gewachsen?

Natürlich kann es auch sein, dass dir Fächer einfach nicht liegen. Davon solltest du dich aber nicht entmutigen lassen, sondern stattdessen aktiv werden. Hol dir Unterstützung, gründe eine Lerngruppe oder nutze Coaching-Seminare (falls deine Hochschule etwas derartiges anbieten sollte). Merkst du allerdings, dass du mit vielen deiner Kurse überfordert bist und das Ruder nicht mehr herumgerissen bekommst, dann solltest du dich vielleicht doch für einen anderen Masterstudiengang entscheiden.

3. Irgendwie, irgendwo, irgendwann?

Vielleicht hast du schon nach wenigen Wochen gemerkt, dass das Masterstudium doch nichts für dich ist. Dann solltest du nicht zu lange warten, sondern dir einen Plan B überlegen. Entweder du bleibst an deiner Hochschule und wechselst, vielleicht sogar im laufenden Semester, nur das Studienfach. Oder du versuchst dein Glück an einer anderen Hochschule. Hierbei kann es allerdings passieren, dass du nicht gleich wechseln kannst, sondern ein Monate Luft hast. Ideal für ein Praktikum vielleicht?

4. Wie sieht es mit Alternativen aus?

Wenn du nicht weiß, welche Alternativen es für dich gibt, dann solltest du dich bei deiner Hochschule schlau machen. Auch der Bachelor ist ein berufsqualifizierender Abschluss, mit dem du nach dem Bachelorarbeit drucken direkt in die Berufswelt durchstarten kannst. Wenn du nicht promovieren willst, brauchst du meist gar keinen Master.

5. Studienabbrecher und nun?

Der Stempel „Studienabbrecher“ macht vielen Angst: Aber: Wenn du in Vorstellungsgesprächen plausibel erklären kannst, warum du dich dazu entschieden hast, reißt dir niemand den Kopf ab. Schon in der Bewerbung kannst du ein kurzes Schreiben einbauen, in dem du auf deine Gründe eingehst. Formuliere sie positiv und nimm beim Verfassen zur Not Hilfe von deiner Hochschule in Anspruch.

Ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder vielleicht doch Plan B: Es ist noch kein Master vom Himmel gefallen 😉

Wie aus einer Bachelorarbeit eine Geschäftsidee wurde

Bei Studenten zählt das gute, alte Fahrrad nach wie vor zum beliebtesten Verkehrsmittel. Klar, es ist praktisch, braucht nicht viel Platz und man kann Staus flexibel ausweichen. Wer sich in Aachen auf den Drahtesel schwingt, braucht allerdings einen langen Atem. Denn der Weg zum Campus hat es in sich. Genau deshalb soll die Stadt in Nordrhein-Westfalen zur Velocity werden – voller Pedelecs!

Vom Bachelorarbeit drucken zum Elektro-Antrieb

Pedelecs (kurz für Pedal Electric Cycles) sind Fahrräder mit Elektromotor, bei denen weniger in die Pedale getreten werden muss. Die Geschäftsführer Dennis Brinckmann und Tobias Meurer wollen in der Stadt insgesamt 100 Stationen für 1000 solcher Fahrzeuge einrichten. Die Pedelecs sollen, wenn es nach ihnen geht, sogar in das Mobilitätskonzept der Stadt Aachen aufgenommen werden. In dieser Form ist das Projekt einmalig in Europa.

Begonnen hat alles mit einer Bachelorarbeit, die Achim Kampker in die Hände gefallen ist. Der RWTH-Professor ist in Sachen Elektromobilität fast schon ein alter Hase und auch für den Streetscooter verantwortlich. Um Aachen in eine Velocity zu verwandeln, hat er ein Projektteam ins Lebens gerufen, aus dem inzwischen ein eigenes Unternehmen geworden ist. Die nötige Software wurde bereits von Informatikern der RWTH entwickelt, der erste Testbetrieb ist schon gelaufen.

Aachen als Velocity

Die Stadt Aachen war für die Idee schnell Feuer und Flamme. Schließlich soll die Luftqualität verbessert werden. Auch die städtischen Verkehrsbetriebe Aseag haben zugestimmt. Ebenso die Deutsche Bahn und der örtliche Carsharing-Anbieter Cambio. Damit viele Studenten auf ein Pedelec steigen, soll es eine App geben. Auch die Bluecard, der Studentenausweis, soll genutzt werden können. Rund um die Hochschule sollen bis Ende 2015 die ersten Stationen aufgebaut werden.

Künftig wird es also deutlich weniger Radfahrer geben, die sich über die Berge in Aachen aufregen. Velocity wird Wirklichkeit. Finanziert von EU-Mitteln und privaten Investoren. Und das alles dank einer kreativen Bachelorarbeit.

Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/article142973626/Von-der-Bachelorarbeit-zur-Geschaeftsidee.html