Diese Fehler machen viele Studenten

Auf ein Studium kann man sich zwar vorbereiten, trotzdem wird niemand als Student geboren und muss in diese Rolle erst hineinwachsen. Was bis zum Abschlussarbeit schreiben und drucken schief laufen kann, decken wir heute auf.

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Fehler 1: Die falsche Studienwahl

Probieren geht über studieren. Das gilt in vielen Fällen für die Wahl der Studienrichtung. Laut Experten machen hier viele angehende Studenten bereits den ersten Fehlern. Sie konzentrieren sich nicht darauf, was sie wirklich gut können, sondern lassen sich vor allem von ihren Eltern und ihrem Umfeld beeinflussen. Dabei geben gerade die Lieblingshobbys Aufschluss darüber, was Spaß machen könnte. Denn was nützt ein Studium, an dem man kein wirkliches Interesse hat und bei dem man einfach nur endlich die Abschlussarbeit drucken will? Noten sollten keinesfalls der einzige Impuls sein.

Fehler 2: Fehlende Praxis

Kaum haben sie sich für einen Studiengang entschieden, machen viele Studenten den Fehler, alles um sich herum auszublenden. Sie haben nur das Studium und ihre Noten im Blick. In der Theorie ganz gut, doch was ist mit der Praxis? Mit Nebenjobs oder Praktika? Die vergessen viele vollkommen. Um bei der Jobsuche nach dem Schreiben der Abschlussarbeit wirklich erfolgreich zu sein, sind diese Tätigkeiten aber unheimlich wichtig. Sie erhöhen sogar die Chancen auf eine Einstellung, da viele Unternehmen Bewerber mit Praxiserfahrung bevorzugen. Praktikum-Hopping ist dabei aber weniger sinnvoll. Stattdessen sollten Studenten sich früh auf eine fachlich passende Nische spezialisieren.

Fehler 3: Die Abschlussarbeit

Wenn sich das Studium dem Ende nähert, rückt auch das Schreiben der Abschlussarbeit näher. Hier fangen viele nicht nur deutlich zu spät an, sondern schreiben ihre Bachelor- oder Masterarbeit einfach runter. Sie wollen sie vom Tisch und endlich den Abschluss haben. Dabei macht es durchaus Sinn, ein Thema zu wählen, das mit dem künftigen Job zusammenhängt. Das ist vielleicht zeitaufwendiger, zahlt sich am Ende aber aus. Und die Motivation ist im besten Fall eine andere.

Fehler 4: Die halbherzige Jobsuche

Nach der Abschlussarbeit geht der Ernst des Lebens los: Mit der Jobsuche und den ersten Vorstellungsgesprächen. Die sollte man nicht zu lasch angehen, sondern sich gut darauf vorbereiten. Dazu gehört auch, dass man sich im Vorfeld über das Unternehmen informiert. Und zwar nicht nur, in dem man in zwei Minuten fix die jeweilige Website überfliegt. Werden gezielte Fragen gestellt, auch über Mitbewerber, kann es schnell peinlich sein. Deshalb: Informieren, informieren, informieren.

Fehler 5: Das Vorstellungsgespräch

Beim Vorstellungsgespräch geht es nicht nur um den ersten, sondern auch um den letzten Eindruck. Besonders, wenn ihr als Bewerber Fragen stellen dürft. Hier wollen Arbeitgeber testen, wie motiviert ihr wirklich seid und wie groß euer Interesse ist. Die Frage nach dem Gehalt solltet ihr euch verkneifen, stattdessen solltet ihr Fragen stellen, die auf euren vielleicht neuen Job abzielen.

Abkupfern bei der Diplomarbeit? Lohnt sich nicht!

Niemand hat wirklich Lust, seine Diplomarbeit zu schreiben. Und besonders, wenn die Zeit knapp wird, greifen viele Studenten gern in die Trickkiste und schreiben einfach mal schnell ein Passagen ab. Getreu dem Motto: Wird schon niemand mitkriegen. Aber falsch gedacht!

Plagiate in der Diplomarbeit

Wer eine wissenschaftliche Arbeit verfasst, sei es eine Dissertation oder eine Diplomarbeit, muss alle verwendeten Hilfsmittel und Quellen offenlegen. Das ist die Grundlage. Wer deshalb mit Plagiaten in der Diplomarbeit erwischt wird, muss nicht nur mit dem Nichtbestehen der Prüfung rechnen, sondern im Ernstfall sogar mit einer Exmatrikulation.

Am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wurde gerade erst ein solcher Fall behandelt: In ihrer Diplomarbeit hatte eine Studentin zahlreiche Passagen aus den Werken anderer Autoren übernommen und sie nur minimal abgeändert. Dies hat sie allerdings nicht entsprechend gekennzeichnet, sondern das Gedankengut der anderen Autoren als ihr eigenes ausgegeben.

Der Schwindel ist aufgeflogen und ihre Hochschule bewertete die Arbeit mit einem „Nichtbestanden“. Auch eine erneute Wiederholung lehnt sie ab und exmatrikulierte die Studentin, die daraufhin Klage einreichte. Allerdings vergeblich: Die Klage wurde abgewiesen, auch die Berufung war nicht erfolgreich.

Anforderungen an die Diplomarbeit

Eine Diplomarbeit soll nachweisen, dass ein Problem innerhalb einer festgelegten Zeit anhand wissenschaftlicher Methoden selbstständig bearbeitet wurde – indem alle verwendeten Hilfsmittel und Quellen entsprechend gekennzeichnet werden. Dabei wird kein erhöhter Maßstab im Vergleich zu einer Doktorarbeit angelegt.

Wenn ihr fremdes Gedankengut übernehmt, weil das vielleicht schneller geht und besser klingt, es aber nicht als Zitat ausweist, dann begeht ihr vorsätzliche Täuschung! Besonders dann, wenn ihr in eurer Diplomarbeit an mehreren Stellen Passagen von anderen Autoren einbaut. Das sieht dann schnell nach System aus und kann euch auf die Füße fallen. Im Fall der oben erwähnten Studentin haben die Richter entschieden, dass nicht nur ein Plagiat vorliegt, sondern auch die Tatsache einer eigenständigen Gedankenführung nicht vorliegt.

Ist es das wirklich wert? Wenn ihr Zeitprobleme beim Diplomarbeit schreiben habt, dann befolgt einfach unsere Tipps und fangt früh genug an.