„Game of Thrones“ studieren? Klar!

Grandiose Nachrichten für alle Fans der Serie „Game of Thrones“: Die University of British Columbia in Kanada bietet ab sofort einen Kurs rund um Jon Snow und das beliebte Fantasy-Spektakel an. Professor Robert Rouse wird damit garantiert jede Menge Studenten in sein Seminar locken.

Abschlussarbeit über die Fantasy-Romane von George R. R. Martin?

Was auf den ersten Blick nach Spaß klingt, ist allerdings auch harte Arbeit: Die Kurs-Teilnehmer müssen nicht nur alle fünf Staffeln von „Game of Thrones“ kennen, sondern auch die Bücher von George R. R. Martin. Der Literatur-Kurs „Unser modernes Mittelalter: Ein Lied von Eis und Feuer als zeitgenössische Mittelalter-Literatur“ basiert nämlich genau darauf. Er greift die Geschichte von Jon Snow, Arya Stark und Tyrion Lannister auf.

Der Seminar-Plan zu „Game of Thrones“

Professor Rouse geht es in seinem Kurs aber nicht um tolle Schauspieler, Blut und schöne Frauen, sondern vor allem darum, wie das Mittelalter in der modernen Literatur dargestellt wird. George R. R. Martin zeichnet beispielsweise ein anderes Bild als Tolkien mit seinem „Der Herr der Ringe“. Seine Studenten sollen untersuchen, wie diese düstere Ära unserer Vergangenheit in der Literatur des 20. bzw. 21. Jahrhunderts aufgearbeitet wird. Viel Theorie also.

Im April 2016 startet übrigens die inzwischen sechste Staffel von „Game of Thrones“. Mit „The Winds of Winter“ veröffentlicht George R. R. Martin außerdem sein neuestes Buch. Noch ist nicht klar, ob das in den Seminarplan aufgenommen wird. Und interessant wäre auch, worüber die Kurs-Teilnehmer am Ende ihre Abschlussarbeit schreiben.

Wer das Mittelalter und die Fantasy-Serie liebt, ist an der University of British Columbia auf jeden Fall gut aufgehoben! Allen anderen bleibt die neue Staffel im nächsten Jahr.

Trend zum Studieren hält an

Das Wintersemester 2015/2016 ist erst wenige Tage alt und dennoch zeigt sich, dass der Trend zum Studieren nicht abbricht. Immer mehr Schulabgänger ziehen ein Studium einer Berufsausbildung vor. Während viele Lehrstellen unbesetzt bleiben – vor allem im Handwerk und Handel – geht es in den Hörsälen eng und kuschelig zu.

Akademisierung weiterhin beliebt

Die Akademisierung ist nicht zu stoppen. Dennoch verschwimmt die Grenze zwischen akademischer und betrieblicher Ausbildung mehr und mehr. Wer die Bachelorarbeit geschrieben und den Abschluss in der Tasche hat, konkurriert inzwischen mit beruflich Qualifizierten um Stellen. Besonders duale Studiengänge boomen deshalb und erhalten viel Zulauf. Wer dagegen immer noch um Anerkennung kämpft, ist der Bachelor-Abschluss. In vielen Berufsfeldern ist er nach wie vor ungern gesehen.

Wichtig ist, wie sich der Hochschulunterricht perspektivisch weiterentwickelt. Wie Forschung und Lehre künftig bewertet werden, damit man den steigenden Studentenzahlen gerecht werden kann.

Migranten sind auch an Universitäten ein Thema

Auch das aktuell brisante Flüchtlingsthema hat Auswirkungen: Migranten, die die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen, soll ein Hochschulstudium nicht verwehrt werden. Um an Programmen für Gasthörer teilnehmen zu dürfen, muss der Deutsch-Sprachkurs (Goethe-Zertifikat-B1) bestanden sein und die Hochschulzugangsqualifikation im Original vorliegen. Zudem muss der Aufenthaltsstatus geklärt sein.

Bislang bieten nur zwei Universitäten ein reguläres Studium für Flüchtlinge an: Die Universität des Saarlandes und die Hochschule Magdeburg-Stendal. Aber schon in Kürze werden sicher weitere Institute dazukommen.