Verteidigung deiner Bachelorarbeit: Das ist wichtig

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Ob Verteidigung oder Kolloquium: am Ende deiner Bachelorarbeit (nach dem Bachelorarbeit drucken und binden natürlich) steht immer noch die mündliche Verteidigung. Wir verraten dir, worauf du achten musst und wie du dich darauf vorbereiten kannst.

Die Verteidigung deiner Bachelorarbeit

Wenn du die Bachelorarbeit endlich abgegeben hast, hast du den schwersten und zeitaufwändigsten Teil schon hinter dir. So ganz fertig bist du damit aber noch nicht, denn in vielen Studiengängen wird auch noch ein mündlicher Vortrag zu deiner Bachelorarbeit gefordert.

Die sogenannte Verteidigung dauert zwischen 20 und 60 Minuten und verfolgt das Ziel, noch mal einzelne Details zu deiner Arbeit abzufragen. Die Prüfer haben deine Abschlussarbeit bereits gelesen und bewertet (oftmals musst du mindestens ein „ausreichend“ als Bewertung bekommen haben) und können während deiner Verteidigung letzte Fragen stellen.

Falls du dir nicht sicher bist, ob du deine Bachelorarbeit verteidigen musst, sorgt ein Blick in die Studienordnung für Klarheit. Das ist nämlich je nach Studiengang und Hochschule unterschiedlich. Solltest du deine Arbeit verteidigen müssen, dann sieh es als Chance und nutze den Vortrag auch, um selbstsicherer zu werden. Später im Job wird es dir schließlich regelmäßig passieren, dass du Ergebnisse präsentieren musst.

Bachelorarbeit verteidigen: So bereitest du dich vor

Dass du vor der Verteidigung aufgeregt bist, ist vollkommen normal. Trotzdem kannst du dich gut darauf vorbereiten und so sicherstellen, dass du keine unnötigen Punktabzüge bekommst. Kläre deshalb rechtzeitig den Termin ab und nutze unsere Top 5-Tipps:

  1. Übe deine Verteidigung: Sprich deinen Vortrag ruhig mehrfach laut vor – ob vor dir selbst oder vor Freunden und Familie. Du bekommst so nicht nur ein besseres Gefühl für den zeitlichen Umfang, sondern wirst auch sicherer. Du kannst deine Verteidigung auch vor einem Spiegel üben.
  2. Optimiere dein Timing: Reicht die Präsentationszeit für dich aus? Damit du nicht zum Getriebenen der Zeit wirst, solltest du die Vortragszeit vorab mehrfach stoppen. So weißt du, ob du dir beim Sprechen Zeit lassen kannst oder an der ein oder anderen Stelle vielleicht doch besser aufdrehen solltest.
  3. Rede vorab mit deinen Prüfern: Es gibt durchaus Prüfer, die sich ein Handout wünschen oder technisch bestimmte Ansprüche haben. Damit du nicht in ein Fettnäppfchen trittst, solltest du vorab mit ihnen sprechen.
  4. Finde deinen roten Faden: Du musst deinen Vortrag nicht auswendig lernen. Viel sinnvoller ist es, wenn du dir die wichtigsten Begriffe merkst und diese als roten Faden nutzt. Du sprichst so viel freier und sprichst automatisch langsamer. #5 Verlier den roten Faden nicht!
  5. Überleg dir eine gute Struktur: Auch, wenn dein Prüfer deine Arbeit schon kennt – es sind auch Dozenten anwesend, die sie noch nicht kennen. Diese sollen sich ebenso abgeholt fühlen! Geh deinen Vortrag deshalb so lange durch, bis du eine gut nachvollziehbare Struktur gefunden hast.

So läuft die Verteidigung deiner Bachelorarbeit ab

Auch, wenn es als Vortrag verstanden wird – letztlich geht es bei der Verteidigung um ein Gespräch bzw. eine Diskussion. Dabei gibt es zwei Teile:

  • Im ersten Teil führst du in dein Thema ein und erläuterst den Forschungsgegenstand bzw. deine Herangehensweise und natürlich auch das Ergebnis.
  • Im zweiten Teil stellen dir die Prüfer Fragen und fordern dich heraus. Ihre Fragen können dabei ganz unterschiedlicher Art sein und zum Beispiel auch deine ausgewählte Literatur betreffen. Fachtermini werden ebenso gern abgefragt.

Wie auch immer die Fragen ausfallen: Lass dich davon nicht verunsichern. Nach mehreren Wochen und Monaten an deiner Bachelorarbeit stehst du voll im Thema und weißt, worum es geht. Wichtig ist nur, dass du deine Nervosität in den Griff bekommst und den roten Faden nicht verlierst. Sprich ansonsten auch mit Master-Studenten, um dir von ihnen Tipps zu holen.

So bereitest du alles für deine Bachelorarbeit vor

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Einfach drauf losschreiben? Bei der Bachelorarbeit absolut unmöglich. Bevor du dich ans Werk machst, solltest du alles gut vorbereiten und planen. Und du brauchst einen Zeitplan! Nur so kannst du dich voll aufs Schreiben konzentrieren und dich rechtzeitig ums Bachelorarbeit drucken und binden kümmern. Wir geben dir Tipps, wie du alles für deine Bachelorarbeit vorbereitest, ohne in Stress zu geraten!

Die Themenfindung deiner Bachelorarbeit

Falls du noch gar nicht wirklich weißt, wie das Thema deiner Bachelorarbeit aussehen muss: In der Regel ist es eine konkrete Fragestellung, die du mithilfe wissenschaftlicher Methoden und Literatur im Laufe deiner Abschlussarbeit beantwortest. Im Idealfall ist es ein Thema, was dich ohnehin interessiert und mit dem du dich vorab schon etwas beschäftigt hast.

Falls du überhaupt keinen Einfall für ein Thema hast, lass dich inspirieren. Sprich mit deinen Dozenten oder Kommilitonen oder such dir ein Unternehmen, in dem du deine Bachelorarbeit schreiben kannst. Im Gegensatz zur Masterarbeit geht es vor allem darum, zu zeigen, dass du die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens verstanden hast und anwenden kannst. Es ist deshalb nicht schlimm, wenn schon andere Bachelorarbeiten zu demselben Thema verfasst haben.

Drei Tipps für die Wahl des Themas deiner Bachelorarbeit

Das richtige Thema ist unheimlich wichtig für den Verlauf deiner Bachelorarbeit und hat Einfluss auf deine Motivation und deinen Fokus. Bevor du dich für ein Thema entscheidest, solltest du deshalb Folgendes bedenken:

  • Interessiert dich das Thema oder hast du es nur aus der Not heraus gewählt? Ist Letzteres der Fall, wirst du es echt schwer haben, dich über mehrere Wochen und Monate damit auseinanderzusetzen. Lass dir also kein Thema aufzwängen, sondern wähle ein Gebiet, mit dem du dich auch wirklich identifizieren kannst.
  • Gibt es genügend Literatur zu deinem Thema? Auch, wenn deine Fragestellung noch so toll ist – gibt es keine entsprechende Fachliteratur dazu, wirst du dich damit nicht wirklich tiefgreifend auseinandersetzen können. Mach also schon vor der Themenwahl eine grobe Literaturrecherche, damit du ein besseres Gefühl für das Ganze bekommst.
  • Ist deine Fragestellung spezifisch genug? Eine grobe Idee zu haben, ist super. Aber hast du auch genügend Futter, 40 Seiten oder mehr wirklich mit Inhalt füllen zu können? Du musst bedenken, dass dir begrenzte Zeit und Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Achte also darauf, dass du konkret wirst.

Art der Bachelorarbeit

Das Thema allein ist nicht alles. Du musst dich entscheiden, welche Art Bachelorarbeit du verfassen möchtest. Generell unterscheidet man zwischen theoretischen Bachelorarbeiten und praktischen Bachelorarbeiten. Die beiden Gebiete haben jeweils verschiedene Herangehensweisen und ihre ganze eigenen Vor- und Nachteile.

  • Empirisch: Empirische Abschlussarbeiten sind sehr beliebt, denn sie machen es durch integrierte Studien leichter, auf die vorgeschriebene Mindestanzahl an Seiten zu kommen. Außerdem hältst du alle wichtigen Fäden in der Hand und stellst eine Hypothese auf, die du am Ende überprüfst und diskutierst. Doch so verlockend das auch klingt: Eine Studie erfordert einen hohen zeitlichen Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist. Du musst Teilnehmer finden, ihre Daten erheben und diese schließlich auch auswerten. Und du darfst die Literaturrecherche nicht vergessen!
  • Theoretisch: Hierbei beantwortest du deine Fragestellung in erster Linie mithilfe von wissenschaftlicher Literatur und musst keine Studie einbauen. Grundsätzlich gibt es für die Herangehensweise drei Möglichkeiten:
    • These-Antithese-Synthese: Im Diskurs stellst du einer bestehenden These verschiedene Probleme und Antithesen entgegen, um so eine Lösung erarbeiten zu können.
    • Vergleich In einem Vergleich: Du vergleichst unterschiedliche theoretische Ansätze miteinander, analysierst sie und bewertest sie schließlich.
    • Systematisch: Du fokussierst dich auf eine Theorie und untersuchst, ob diese für deine Fragestellung sinnvolle Lösungsansätze bietet.

Auch, wenn die theoretische Bachelorarbeit vielleicht einfacher aussieht, weil du keine Umfrage machen musst, musst du dennoch mehr als genügend Zeit für die Literaturrecherche einplanen.