Plagiate bei der Bachelorarbeit

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Beim Schreiben der Abschlussarbeit kommt wohl jeder irgendwann an den Punkt, an dem der Kopf einfach nur noch leer ist. Was ist da einfacher, als schnell ein paar gute Ideen und Anmerkungen zu kopieren und in die Arbeit einzufügen? Dumm nur, wenn das Ganze als Plagiat auffällt und im schlimmsten Fall der akademische Grad aberkannt wird.

Was ist ein Plagiat?

Wer fremde Texte übernimmt und sie als seine eigenen ausgibt, weil er sie nicht entsprechend als Zitat gekennzeichnet hat, begeht geistigen Diebstahl. Das bezeichnet man auch als Plagiat. Es ist nicht verboten, im Rahmen der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation mit Zitaten zu arbeiten. Allerdings muss der Urheber immer genannt werden. Das gilt im Übrigen auch, wenn Ideen oder Übersetzungen für die Arbeit herangezogen werden.

Bevor es Google gab, war es gar nicht so leicht, Plagiate zu erkennen und zu überführen. Inzwischen gibt es aber spezielle Software, die schnell offenbart, ob jemand fremdes Gedankengut in seine Arbeit hat mit einfließen lassen. Neben der Druckversion müssen Studenten ihre Abschlussarbeit deshalb auch im Word- oder PDF-Format und somit in digitaler Form abgeben.

Die häufigsten Formen der Plagiate

Es gibt verschiedene Arten von Plagiaten. Die häufigsten sind:

● Textplagiate: Textpassagen werden wortwörtlich übernommen, ohne Verfasser oder Quelle zu nennen.
● Ideenplagiate: Fremde Gedanken oder Ideen werden durch Umformulierung als Eigenleistung deklariert.
● Zitatsplagiate: Zitate, die aus zweiter Quelle zitiert werden, aber nur den Autor der Originalquelle nennen.

Die Konsequenzen bei einem Plagiat

Wer dabei erwischt wird, dass Texte oder Ideen kopiert hat, dem drohen:
● Ein „ungenügend“ bzw. „nicht bestanden“ bei der Bewertung
● Ggfl. die Annullierung der Prüfungsleistung
● Eine Nicht-Wiederholung der Prüfung und damit die Exmatrikulation
● Die Aberkennung des akademischen Titel oder Grads
● Da es sich um eine Straftat handelt, können sogar eine Geld- oder Freiheitsstrafe die
Folge sein

So werden Plagiate vermieden

Wer von Beginn an wissenschaftlich sauber arbeitet und jedes Zitat auch als solches kennzeichnet, sollte keine Probleme haben, auch fremde Gedanken ordnungsgemäß in seine Arbeit einzufügen. Immerhin ist genau diese Arbeitsweise Bestandteil des Bachelorstudiums und soll im Rahmen der Bachelorarbeit angewandt werden.

Vor dem Bachelorarbeit drucken und binden, sollte dennoch jeder Student online selbst Tools oder Software nutzen, um seine Arbeit einer Plagiatsprüfung zu unterziehen. Vielleicht fallen so noch Passen auf, die nicht unique sind oder nur mangelhaft gekennzeichnet wurden.