Dissertation schreiben: 4 Tipps für eine gute Organisation

Lange Zeit bevor Sie Ihre Dissertation drucken lassen, müssen Sie einige organisatorische Aufgaben erledigen, die der Schreibphase vorausgehen. Sie stehen ebenso wie viele andere Doktoranden vor der Herausforderung, das Projekt Doktorarbeit zu planen. Diese Tipps unterstützen dabei,

  • ein passendes Thema für die Dissertation zu finden
  • einen Betreuer für die Doktorarbeit zu suchen
  • die umfangreiche Literatur sorgfältig zu verwalten
  • einen Zeitplan mit den Arbeitsschritten zur erstellen

Tipp 1: Passendes Thema für die Dissertation finden

Der Erfolg einer Dissertation hängt eng mit der Wahl des Themas zusammen. Im besten Fall wählen Sie für Ihre Doktorarbeit ein Thema aus, das Sie interessiert. Eine kluge Themenwahl hilft Ihnen dabei, Motivationstiefs zu überwinden, das Projekt trotz Herausforderungen erfolgreich zu beenden und eine gut gelungene Dissertation drucken zu lassen. Wenn Sie ein Thema für Ihre Doktorarbeit suchen, spielen diese Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Bisherige wissenschaftliche Arbeiten: Vielleicht finden Sie in früheren wissenschaftlichen Bachelor- und Masterarbeiten Anhaltspunkte für noch unerforschte Themenstellungen, die sich für eine Doktorarbeit eignen.
  • Datenbanken mit Dissertationen: Bevor Sie ein Thema für Ihre Doktorarbeit auswählen, sollten Sie überprüfen, ob dasselbe bereits ein anderer Doktorand vor Ihnen eingereicht hat. In diesem Punkt hilft eine Recherche in den Forschungsdatenbanken weiter. Es gibt für jeden Fachbereich Listen über aktuelle und bereits abgeschlossene Dissertationsthemen. Eine zuverlässige Recherchequelle für deutschsprachige Doktorarbeiten ist der Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
  • Spezialisierung in einem Fachgebiet: Studenten, die sich im Laufe ihrer universitären Ausbildung auf einen oder mehrere Fachbereiche spezialisiert haben, finden hier mögliche Anhaltspunkte für interessante Themen. Ideen für die Themenfindung können sich aus Literatur und Forschungsprojekten ergeben.
  • Dissertationen mit verwandten Themen: Wenn es darum geht, das Thema einzugrenzen und die Forschungsfrage zu formulieren, ist es hilfreich, Doktorarbeiten mit verwandten Themen zu studieren.

Unabhängig davon muss das Forschungsthema so beschaffen sein, dass Sie daraus eine so umfangreiche Arbeit wie eine Doktorarbeit schreiben können.

Tipp 2: Geeigneten Betreuer für die Doktorarbeit suchen

Die Festlegung auf ein Thema für die Doktorarbeit ist mit der Suche nach einem geeigneten Betreuer eng verbunden. Der Betreuer muss schließlich mit Ihrer Themenwahl einverstanden sein. Viele Doktoranden entscheiden sich für einen Professor oder Universitätsassistenten, den sie bereits aus Seminaren oder anderen Lehrveranstaltungen kennen. Wenn Sie in einem ganz speziellen Fachgebiet promovieren und Ihre Doktorarbeit drucken lassen möchten, berücksichtigen Sie auch diesen Aspekt bei der Betreuersuche. Zudem können Ihnen die Internetseiten der jeweiligen Dozenten, die hier ihre Forschungsgebiete und Publikationen nennen, weiterhelfen. Wichtige Anhaltspunkte liefern auch die Erfahrungen von Studienkollegen. Der Betreuer ist in vielen Punkten der erste Ansprechpartner:

  • Thema finden
  • Methodik festlegen
  • Inhalte klären
  • Zugang zur Literatur

Wenn Sie einen Betreuer für Ihre Dissertation suchen, spielen die fachlichen Kompetenzen und die zeitlichen Ressourcen für eine gute Betreuung eine wichtige Rolle. Idealerweise pflegen Sie während der gesamten Arbeitsdauer bis zur Abgabe der Doktorarbeit einen regelmäßigen Kontakt. Diese Vorgehensweise kann spätere Anpassungen ersparen und Ihnen zu einem schnelleren Abschluss verhelfen.

Tipp 3: Literatur sorgfältig verwalten

Wer eine Dissertation binden lässt, hat sehr viele verschiedene Quellen gelesen und verarbeitet, die sich in einem ausführlichen Literaturverzeichnis äußern. Die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens verlangen die korrekte Angabe der gesamten verwendeten Literatur. Um diese Vollständigkeit zu garantieren, müssen Sie alle Quellen dokumentieren. Für diese Literaturverwaltung gibt es mehrere Optionen:

  • Traditionell mit Karteikarten arbeiten: Wenn Sie die Literatur Ihrer Dissertation traditionell verwalten, arbeiten Sie mit einem Karteikartensystem. Sie legen für jede Quelle eine Karteikarte mit allen wichtigen bibliografischen Daten wie Autor, Titel, Jahrgang und Fundstelle an. Diese Karten bewahren Sie in einem klassischen Zettelkasten auf, den Sie jederzeit mit neuen Karten erweitern können.
  • Software-basiertes Literaturverwaltungssystem nutzen: Manche Dissertanten organisieren ihre Quellen mit einem Literaturverwaltungssystem wie Citavi, Endnote, Mendeley und Zotero, um sich Arbeitsschritte wie das Recherchieren und Einpflegen der bibliografischen Daten zu erleichtern. Die software-basierte Literaturverwaltung ermöglicht es auch, Dokumente und eingefügte Notizen zu durchsuchen. Zudem unterstützen diese Systeme dabei, Zitate, grafische Darstellungen und das Literaturverzeichnis zu erstellen. Die Nutzung eines solchen Literaturverwaltungsprogramms erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und kann Kosten verursachen.
  • Quellen mit Word oder Excel dokumentieren: Falls Sie weder die Zettelwirtschaft noch die Softwarelösung anspricht, können Sie die Quellen in einem gängigen Programm wie Excel oder Word dokumentieren.

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Tipp 4: Zeitplan mit allen Arbeitsschritten bis zur fertigen Dissertation erstellen

Viele Monate bevor Sie Ihre Dissertation drucken lassen, benötigen Sie einen Zeitplan, um den Aufwand von der Themenfindung über die Recherche bis zur Abgabe terminlich zu bewältigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie Ihre Doktorarbeit im Rahmen eines Stipendiums schreiben. Unabhängig davon sollten jedoch alle Studenten, die eine Dissertation verfassen, einen Zeitplan erstellen. Es fällt leichter, diese große Aufgabe zu bewältigen, wenn sie in kleine Arbeitsschritte mit Zeitrahmen zerlegt ist. Die Phasen beim Schreiben einer Dissertation sehen in etwa so aus:

  • 1. Vorbereiten: In der ersten Phase geht es darum, das Thema zu finden, die Probleme, Fragen und Ziele der Dissertation zu klären, die Forschungsmethoden festzulegen und ein Expose zu erstellen. Diese Orientierungs- und Planungsschritte können drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen.
  • 2. Recherchieren und Literatur beschaffen: Im zweiten Schritt recherchieren Sie, um geeignete Quellen für Ihre Doktorarbeit zu finden. Sie beschaffen die Literatur in Datenbanken und Bibliotheken. Idealerweise achten Sie auf eine sorgfältige Literaturverwaltung. Es bietet sich an, die relevanten Daten, Zahlen und Fakten aus der Literatur zu exzerpieren. Für diese Recherchephase können Sie drei bis sechs Monate einplanen.
  • 3. Daten erheben und auswerten: Wenn Sie eine Doktorarbeit drucken lassen, in der Sie eine eigene empirische Studie verarbeiten, müssen Sie die Daten zuvor erheben und auswerten. Zusätzlich planen Sie Zeit für die Kontaktaufnahme und Befragung der Personen ein. Diese Arbeitsschritte sind sehr zeitintensiv und können daher zwischen sechs und zwölf Monaten dauern.
  • 4. Dissertation schreiben: In der anschließenden Schreibphase erstellen Sie die einzelnen Kapitel Ihrer Dissertation von der Einleitung bis zum Schlussteil. Sie setzen sich mit Theorie, Methodik, Analyse und Ergebnis im Hauptteil auseinander. Die erstellten Hypothesen und die Gliederung helfen Ihnen in dieser Phase weiter. Je nach Umfang bewegt sich der Zeitaufwand für die Schreibphase zwischen sechs und neun Monaten.
  • 5. Doktorarbeit abschließen und korrigieren: Bevor Sie Ihre Dissertation binden lassen, sollten Sie Ihre Arbeit auf sprachliche, inhaltliche und formale Korrektheit analysieren beziehungsweise überprüfen lassen. Idealerweise beauftragen Sie eine fachkundige Person, die Ihre Doktorarbeit korrigiert. Zudem erfolgen eine Plagiatskontrolle und die Anpassung des Layouts an die formalen Vorgaben Ihrer Universität. Diese Korrekturphase können Sie innerhalb von einigen Wochen abschließen. Einer der letzten Punkte auf Ihrem Zeitplan besteht darin, die fertige Doktorarbeit drucken zu lassen.

Der Zeitplan gibt einen groben Fahrplan vor. Idealerweise berücksichtigen Sie bei der Planung anderweitige Verpflichtungen und setzen die Zeiträume großzügiger an. Sooft Sie einzelne Arbeitsschritte oder eine gesamte Phase abgeschlossen haben, steigert sich Ihre Motivation.

Fazit

Doktoranden müssen vor der Schreibphase einige organisatorische Schritte setzen. Wenn Sie als Dissertant diese Aufgaben sorgfältig erledigen, fällt es Ihnen leichter, Ihr Projekt Doktorarbeit zügig voranzubringen und erfolgreich abzuschließen. Als letzten Punkt vor der Abgabe und Verteidigung Ihrer Doktorarbeit an der Universität lassen Sie in einer professionellen Druckerei Ihre Dissertation binden!