Alles Wichtige zum Bachelor of Science

Inhaltsverzeichnis:

 

Der Bachelor of Science, kurz B.Sc., ist ein Abschluss, der vor allem in den Wirtschafts-, Human-, Natur- und Ingenieurwissenschaften verliehen wird. Er qualifiziert für ein Master Studium oder die Aufnahme eines Berufs. Auch ein Studium im Ausland ist danach möglich.

Der große Vorteil am Bachelor of Science Studium: Spätestens nach dem zweiten Semester können Studenten ihre Inhalte individuell planen, um sich so besser auf ein Themengebiet zu spezialisieren. Je nach Angebot der Hochschule oder Universität können sie zwischen einem Ein-Fach- oder Zwei-Fach Bachelor of Science wählen.

Die Dauer des Bachelor of Science Studiums

Die Regelstudienzeit beträgt beim Bachelor of Science sechs bis acht Semester. Wer sich im Anschluss für ein Masterstudium entscheidet, kommt auf gut zehn Semester.
Aber egal, ob Ein-Fach- oder Zwei-Fach Bachelor of Science: Studenten müssen in allen Modulen am Ende des Studiums 180 European-Credit-Transfer-Punkte erreichen. Die Benotung der Bachelorarbeit zählt in diese Punktzahl bereits mit rein, da diese das Studium beendet. Es müssen hierbei mindestens 6 ECTS-Punkte angerechnet werden. Maximal sind 12 ECTS-Punkte möglich.

Vertiefungsschwerpunkte beim Bachelor of Science

Beim Studium des Bachelor of Science können sich Studenten auf spezielle Inhalte konzentrieren und diese über ein Nebenfach vertiefen. Den Abschluss des Studiums bildet aber immer die Bachelorarbeit. Diese ist verpflichtend und soll zeigen, dass der Student in der Lage dazu ist, ein Thema selbstständig und nach wissenschaftlichen Methoden innerhalb eines festen Zeitraums zu erschließen.

Wie viel Bearbeitungszeit dafür zur Verfügung steht, ist unterschiedlich. Vorgegeben sind in der Regel maximal zehn Wochen.

Bachelor of Science: Die Zulassungsvoraussetzungen

Beim Bachelor of Science gibt es nicht nur zulassungsfreie, sondern auch zulassungsbeschränkte Studiengänge. Das passiert immer dann, wenn die Zahl der Studieninteressenten die Zahl der verfügbaren Studienplätze überschreitet. In diesem Fall entscheidet ein Auswahlverfahren über den NC, wer zum Studium zugelassen wird. Der NC hängt vom zuvor erworbenen Abitur bzw. Fachabitur ab, es spielen aber auch noch weitere Faktoren eine Rolle.

Der Bachelor of Science ist in jedem Fall ein Abschluss, der international anerkannt ist und für einen Beruf oder aber die Aufnahme eines Master Studiums qualifiziert.

Die Sache mit der Regelstudienzeit

Auch, wenn viele denken, Studenten liegen nur auf der faulen Haut: Wer nicht von Kurs zu Kurs hetzt und dabei möglichst viele Credit Points sammelt, ist schnell am Ende der Regelstudienzeit angelangt. Allerdings ohne auch das Ende des Studiums erreicht zu haben. Was tun, wenn, die Zeit knapp wird?

photo-1428765048792-aa4bdde46fea

Praktische Erfahrung vs. Studium im Eilverfahren

Viele könnten den Bachelor bzw. die Bachelorarbeit schon nach durchschnittlich acht Semestern im Kasten haben. Wer sich aber dafür entscheidet, praktische Erfahrungen zu sammeln und zum Beispiel ins Ausland geht, überschreitet schnell die übliche Semesterzahl. Besonders häufig ist das in den Geisteswissenschaften zu beobachten.

Es gibt aber auch noch andere Gründe, die dafür sprechen, warum die Regelstudienzeit nicht eingehalten werden kann: Studienwechsel, Praktika, Familiengründung oder auch diverse Nebenjobs. Das alles kostet Zeit.

Wie lange man sein Studium überziehen darf, ist von Bundesland zu Bundesland und Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Ebenso was eventuell anfallende Gebühren anbelangt.

Für Bafög-Empfänger hat ein Überschreiten der Regelstudienzeit weitere Folgen, denn in der Regel erhalten sie nur für diesen Zeitraum finanzielle Unterstützung. Es gibt allerdings gesetzlich anerkannte Gründe wie zum Beispiel eine Schwangerschaft, Krankheit oder die Mitwirkung in Hochschulgremien, die dies außer Kraft setzen.

Überschreitungen nicht vertuschen, sondern dazu stehen

Wer weiß, dass er seine Studienzeit ausdehnen möchte, sollte sich rechtzeitig überlegen, wofür. Dann wirkt sich eine Verlängerung im Lebenslauf auch nicht negativ aus, sondern kann mit diversen Nebenjobs oder einem Auslandsaufenthalt plausibel begründet werden. Das wirkt zudem deutlich besser als irgendwelche Vertuschungsversuche, die meist ohnehin auffliegen.

Von der Bachelorarbeit ins Gap Year

Die Bachelorarbeit ist geschrieben und gedruckt, jetzt wartet das große Abenteuer. Doch wie geht man das an? Direkt in die Berufswelt stürzen oder vielleicht doch erst etwas von der Welt sehen? Bei einem Gap Year ist fast alles möglich. Wir verraten, wie ihr euch optimal darauf vorbereitet.

Nach der Bachelorarbeit in die Ferne

Zuerst solltet ihr euch für ein Land entscheiden. Und für eine Vision. Wollt ihr eure Sprachkenntnisse verbessern? Einfach nur ein wenig herumreisen? Arbeiten und Erfahrungen sammeln? Ob angehender Lehrer oder Ingenieur – es warten viele spannende Praktika und Jobs rund um den Globus. Vielleicht könnt ihr auch mehrere Ziele miteinander kombinieren?

unsplash_5288cc8f3571d_1

 

Die finanzielle Seite

Auch bei einem Gap Year geht nichts ohne das entsprechende Kleingeld. Wer noch keines angesammelt hat, sollte schnellstens damit anfangen. Denn: Wenn ihr die Bachelorarbeit geschrieben und den Abschluss in der Tasche habt, verabschiedet sich euer Studentenstatus und es kommen etliche Kosten auf euch zu. Seid ihr über 25 kriegt ihr beispielsweise kein Kindergeld mehr.

Nicht zu vergessen: Wenn ihr euer Gap Year über einen privaten Anbieter planen lasst, kommt schnell einiges zusammen. Dafür spart ihr euch die Rennerei und habt im Notfall immer einen Ansprechpartner. Es lohnt sich also, die Organisation einem Profi zu überlassen.

Visum, Impfung und Co.

Je nachdem, wo ihr euer Gap Year verbringen wollt, braucht ihr ein Visum oder spezielle Impfungen. Um beides solltet ihr euch zeitnah kümmern, denn speziell Visa haben eine längere Bearbeitungszeit, die ihr einplanen müsst. Ihr solltet also nicht erst losgehen, wenn ihr die Bachelorarbeit gedruckt und abgegeben habt, sondern im besten Fall schon sehr viel früher.

Gleichzeitig solltet ihr euch auch Gedanken machen, wie es nach dem Gap Year weitergehen soll. Wollt ihr noch den Master dranhängen? Oder eure Erfahrungen direkt in einen Job einbringen? Überlasst nicht alles dem Zufall, sondern macht euch einen Plan. Und am besten auch direkt einen Plan B 😉

Social Media-TV – Ein Studiengang mit Zukunft?

An Social Media kommt heute niemand mehr vorbei. Das merken auch immer mehr Hochschulen. In Zusammenarbeit mit Mediakraft Networks nimmt die Hochschule Macromedia in Köln deshalb ab 2015 die siebensemestrigen Studienrichtung Social Media-TV ins Programm. Der Startschuss für das Bachelorstudium fällt im Oktober nächsten Jahres.

photo-1416339442236-8ceb164046f8

Wie geht es nach der Bachelorarbeit weiter?

Ziel des Studiums ist es, jungen Menschen eine fundierte Ausbildung für den Online-Fernseh-Bereich zu vermitteln. Simuliert werden sowohl die künstlerisch-ästhetische als auch die konzeptionell-dramaturgische und journalistische Seite. Im Fokus stehen Grundlagen für die Produktion von Filmen sowie deren crossmediale Vermarktung.

Teil des Studiums sind auch ein Auslands- und ein Praktikumssemester. Wenn die Bachelorarbeit geschrieben, gedruckt und gebunden ist, stehen den Absolventen Türen für verschiedene Sparten offen. Zum Beispiel Produktion, Marketing, Programmentwicklung und Künstlerbetreuung.

Teurer Spaß

Günstig ist das private Bachelorstudium allerdings nicht. Die Studiengebühren betragen pro Semester 5.400 Euro. Insgesamt kommt man somit auf eine Summe von 37.800 Euro. Damit es trotzdem nicht an Studieninteressenten mangelt, haben Macromedia und Mediakraft Networks ein umfangreiches Stipendienprogramm mit einem Fördervolumen von 420.000 Euro zusammengestellt.

Wer sich dafür bewerben will, sollte sich beeilen. Für 2015 enden die Bewerbungsfristen am 31. Januar 2015 und am 31. Mai 2015. Eine vierköpfige Jury wird anhand künstlerischer Begabung, sozialem Engagement und finanzieller Bedürftigkeit entscheiden, wer letztlich gefördert wird und das Studium aufnehmen kann.

Ist „Social Media-TV“ ein Studiengang mit Zukunft? Ganz sicher. Nur wird es sich wahrscheinlich nur ein geringer Teil derer leisten können, die irgendwann in diesem Bereich arbeiten möchten. Wie findet ihr denn die Idee zu diesem Studium?

Bachelor oder Master? Master oder Bachelor?

Endlich ist der Bachelor ist geschafft, jetzt kann es auf ins Berufsleben gehen. Oder doch nicht? Viele Studenten sind sich unsicher und befürchten, gegen Bewerber mit einem Master keine Chance zu haben. Doch was, wenn man eigentlich gar keine Lust mehr auf ein weiteres Studium hat? Wann macht der Master noch Sinn und wann reicht die Bachelorarbeit?

Battle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und IT

Eine Studie aus dem Jahr 2012 liefert hier ganz eindeutige Zahlen: Drei von vier Studenten mit Bachelorabschluss entscheiden sich dazu, ein weiterführendes Studium dranzuhängen. Das lohnt sich vor allem für all diejenigen, die ihre Qualifikationen im wissenschaftlichen Bereich ausbauen wollen und hier eine Karriere anstreben.

photo-1421986527537-888d998adb74

 

Etwas anders sieht es in der Wirtschaft aus. Gerade bei Ingenieuren ist ein Master kein Muss, viel lieber ist der Bachelor gesehen. Warum lässt sich leicht erklären: Bachelorabsolventen sind jünger und damit besser formbar. Es sei denn natürlich, es soll bis ganz noch oben gehen. Dann ist ein Master schon sinnvoller. Selbst hier kann er aber berufsbegleitend absolviert werden.

Auch in der IT ist ein Master kein Muss. Der Bachelorabschluss ist vollkommen ausreichend. Wer allerdings eine Position mit viel Selbstständigkeit anstrebt oder in den Bereich IT-Sicherheit will, der sollte doch besser noch die Masterarbeit schreiben.

Zeit für Praxis zwischen Bachelor und Master

Viele glauben, dass sie mit einem Master deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und vor Arbeitslosigkeit sicher sind. Dafür gibt es aber keine Garantie! Und es gibt auch keine Zahlen oder Studien, die belegen, dass Bachelorabsolventen häufiger arbeitslos sind als Masterabsolventen.

Wer sich wirklich dazu entscheidet, den Master zu machen, der sollte nach der Bachelorarbeit erst mal kurz verschnaufen. Praxiserfahrung sammeln und sich einen Überblick über die einzelnen Jobmöglichkeiten verschaffen. Die fehlt vielen Masterabsolventen nämlich.

Und was bei aller Zielstrebigkeit nie vergessen werden sollte: Wichtig ist letztlich nicht der Abschluss, sondern die Leistung, die gebracht wird. Bildung zahlt sich zwar meist aus, ist aber kein Garant für Erfolg im Job!

Als Hiwi an der Uni: Job meets Studium

Viele Studenten schlagen sich mit Nebenjobs durch, um ihr Studium finanzieren zu können. Ihr Tätigkeiten haben dabei nur selten etwas mit ihrem Studiengang zu tun. Warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und als Hilfswissenschaftler an der Hochschule arbeiten? Ausbildung und Jobben lassen sich so wunderbar unter einen Hut zu bringen. Und bei der Bachelorarbeit drücken Professoren dann auch gerne mal ein Auge zu.

photo-1429637119272-20043840c013

 

Als studentische Hilfskraft arbeiten

Studenten sind irgendwie immer knapp bei Kasse. Gut, dass sie sich an vielen Hochschulen als Hiwi etwas dazuverdienen können. Zum Beispiel, indem sie Kommilitonen bei Klausuren beaufsichtigen oder Unterlagen für die Professoren vorzubereiten. Die Arbeitszeit kann meist recht flexibel eingeteilt werden. Auch die Arbeitsfelder sind sehr unterschiedlich.

Was nahezu alle Hiwi-Jobs gemein haben, ist, dass sie einen Nutzen für das Studium haben. Damit heben sie sich deutlich von den meisten normalen Nebenjobs ab. Dumm nur, dass viele Studenten das scheinbar noch nicht wissen. Eine Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks vom Sommersemester 2012 hat gezeigt, dass rund 61 Prozent der Studenten im Erststudium einen Nebenjob haben. Nur 29 Prozent waren als studentische Hilfskraft im Einsatz.

Wie viel verdient man eigentlich als Hiwi?

Normal ist eigentlich ein Stundenlohn von acht bis elf Euro pro Stunde, wobei die Summe je nach Bundesland und Hochschule variiert. Wer bereits seinen Bachelor in der Tasche hat, verdient meist auch etwas mehr. Und was noch besser ist: Hiwis haben sogar Anspruch auf Urlaub (ideal, um vielleicht die Bachelorarbeit drucken und binden zu lassen) oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Bei späteren Bewerbungen sollte die Arbeit als Hiwi auf jeden Fall angegeben werden. Im Lebenslauf am besten mit Fachbereich, Projekt und einer kurzen Beschreibung der ausgeführten Arbeiten. So sehen Personaler, dass bereits Arbeitserfahrung vorhanden ist. Mit einem Arbeitszeugnis kann diese sogar nachgewiesen werden.

Und wer weiß – vielleicht ist dein Hiwi-Job auch der Türöffner zu einer wissenschaftlichen Karriere?

Auf und davon: Auslandssemester

Das Auslandssemester ist oftmals ein wichtiger Teil des Studiums: Neue Erfahrungen machen, über den Tellerrand hinausschauen, Sprachkenntnisse verbessern. Dennoch absolvieren es Jahr für Jahr immer weniger Studenten. Die Aufenthalte fernab der Heimat werden kürzer und aufgeschoben. Warum? Weil viele Studenten Angst vor dem Zeitverlust haben.

2c0343f7

Der Bologna-Effekt

Die Ursache liegt auf der Hand: Die Einführung von Bachelor und Master hat einen enormen Zeitdruck mit sich gebracht. Viele Studenten glauben, dass sie sich das Auslandssemester nicht wirklich leisten können. Bologna hat in der Hinsicht nichts Positives bewirkt, sondern die Erwartungen noch höher geschraubt.

 

Das bestätigt auch eine DAAD-Studie: Deutsche Studenten verbringen heute im Rahmen des Erasmus-Programms durchschnittlich nur noch 5,7 Monate im Ausland. 2004 waren es noch 6,9 Monate. Auch die Anerkennung von Studienleistungen ist ein Problem. Das Studium innerhalb der Regelstudienzeit mit Bachelorarbeit abschließen? Kaum noch möglich. Viele Unis treffen deshalb entsprechende Vorkehrungen. Sie legen beispielsweise schon vor dem Auslandssemester fest, welche Kurse später angerechnet werden.

Nach der Bachelorarbeit ins Ausland

Dass ein Auslandsaufenthalt nicht direkt zu Beginn des Studiums stattfindet, ist klar. Viele Studenten nutzen inzwischen die Zeit zwischen Bachelor und Master, um das Ausland zu bereisen. So passt das Semester fernab der Heimat besser in den gesamten Ablauf.

Zudem fällt der erste Druck ab, wenn zumindest die Bachelorarbeit gedruckt und gebunden ist. Man kann nach vorn schauen und sich guten Gewissens eine kleine Auszeit gönnen. Wobei so ein Auslandssemester mit einem Urlaub natürlich nichts zu tun hat.

Was kommt nach dem Studium?

Endlich: Die Abschlussarbeit ist geschrieben und gedruckt, das Studium geschafft. Bevor ihr die Sektkorken knallen lasst, solltet ihr allerdings auch daran denken, wie es jetzt weitergeht. Denn wenn ihr die Uni oder FH verlasst, ändern sich einiges.

Was ihr vor allem nicht vergessen solltet, ist eure Zukunft. Nicht nur die berufliche, sondern auch die private. Seid ihr abgesichert? Wie ist das mit dem Kindergeld? Und wie läuft es, wenn ihr nicht gleich einen Job findet? Alles organisatorische Fragen, die geklärt werden müssen.

Versicherungen nach der Abschlussarbeit

Während des Studiums sind viele über ihre Eltern versichert: Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, … Ist man kein Student mehr, ändert sich allerdings der Status und der Tarif muss oftmals gewechselt werden. Sonderregelungen gibt es beispielsweise zwischen Bachelor- und Masterstudium und wenn ihr unter 25 seid. Hier solltet ihr unbedingt mit eurer Versicherung sprechen, um auch wirklich abgesichert zu sein.

Kindergeldanspruch nach dem Studium

Bei Schriftverkehr mit der Kindergeldkasse solltet ihr unbedingt Zeit einplanen und frühzeitig nachfragen. Besonders, wenn es nur um die Übergangszeit zwischen Erst- und Zweitstudium geht. Denn Bachelorarbeit und Bachelorabschluss gelten als abgeschlossene Erstausbildung und demnach erlischt auch der Kindergeldanspruch.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn ihr ein Zweitstudium anschließt. Dann habt ihr nämlich bis zu eurem 25. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld. Wer über seine Eltern privat versichert ist, kann es weiterhin bleiben. Zumindest so lange, wie es Kindergeld gibt. Ansonsten müsst ihr euch selbst gesetzlich versichern.

Kein Job in Aussicht?

Wenn ihr noch nicht wisst, wie es nach der Abschlussarbeit weitergeht, solltet ihr euch unbedingt rechtzeitig arbeitssuchend melden. Nur dann kann geprüft werden, welche Unterstützung euch zusteht. Außerdem hilft euch die Agentur für Arbeit bei eurer Suche nach einem Job. Und nicht zu vergessen: Auch für die Rentenversicherung ist es wichtig, dass ihr als arbeitssuchend gelistet seid.

Was auch immer nach dem Studium kommt: Ihr solltet vorbereitet sein und euch frühzeitig mit bürokratischen Themen befassen. Dann gibt es auch keine bösen Überraschungen.

Auszeit nach der Abschlussarbeit gefällig?

Eine Auszeit vom Alltag, von all dem Stress und Druck – besonders für Schulabgänger wird das immer mehr zum Credo. Ein sog. Gap Year („Lückenjahr“) bietet sich aber auch für Studenten an. Die Zeit zwischen Bachelor und Master kann so wunderbar genutzt werden.

Direkt nach der Abschlussarbeit in die Ferne, um die Welt zu entdecken, den Horizont zu erweitern und herauszufinden, was man wirklich will. In vielen anderen Ländern ist das bereits Tradition. Hier in Deutschland erlebt das Gap Year erst seit einigen Jahren einen Aufschwung.

Die Zeit zwischen Bachelorarbeit und Master nutzen

Doch wozu ist so ein Gap Year wirklich gut? Um sich beruflich zu orientieren? Die große Freiheit kennen zu lernen? Nochmal durchzuatmen, bevor es an den Master und dann in die Berufswelt geht? Ein bisschen von allem wohl.

Der große Vorteil am Gap Year zwischen Bachelor und Master: Die Immatrikulation bleibt erhalten. Studenten unter 25 müssen sich so keine Gedanken wegen Versicherungen oder Kindergeld machen. Außerdem werden gerade Praktika von ausländischen Unternehmen oftmals nur an eingeschriebene Studenten vergeben.

Abschlussarbeit im Kasten? Auf ins Abenteuer Ausland!

Es ist also nicht mehr nur für Abiturienten möglich, vor dem Studium für einige Monate den Globus zu bereisen. Durch die neuen Bachelor- und Master-Abschlüsse können auch Studenten im Verlauf ihrer Karriere neue Möglichkeiten austesten. Nach dem meist sechssemestrigen Bachelor und der Abschlussarbeit wartet dann also die große, weite Welt.

Jeder vierte Bachelorstudent bricht sein Studium vorzeitig ab

Wie eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zeigt, bricht jeder vierte Bachelorstudent sein Studium ab. Im Absolventenjahrgang 2012 waren es 28 Prozent, um genau zu sein.

MINTige Aussichten? Eher nicht

Besonders hoch ist die Abbruchquoten in Mathe und Naturwissenschaften, wobei es zwischen Universität und Fachhochschule Unterschiede gibt. An der Uni scheiterten in Mathematik rund 39 Prozent, an der Fachhochschule knapp 34 Prozent. Doch nicht nur in diesem Fach haben viele Probleme, auch in den Ingenieurwissenschaften sieht es düster aus. 36 Prozent der Studenten beenden ihr Studium an der Universität nicht und schreiben keine Bachelorarbeit. Immerhin eine Verbesserung zu 2010. Da waren es noch satte 48 Prozent, die das Handtuch geworfen haben.

Ehrgeiziger sind da die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. An der Universität brachen nur 27 Prozent ihr Studium vorzeitig ab, an der Fachhochschule 15 Prozent. Der Rest hat alle Semester durchgezogen und auch seine Bachelorarbeit drucken lassen.

Bachelor vs. Master

Im Gegensatz zum Bachelor gibt es in den Masterstudiengängen übrigens deutlich weniger Abbrecher. An Universitäten sind es 11 Prozent, an Fachhochschulen 7 Prozent.

In den Fächern Mathematik oder Naturwissenschaften brachen nur 5 Prozent ihr Studium ohne Abschluss ab Auch die Rechtswissenschaftler scheinen sich ihrer Sache sicherer zu sein. 22 Prozent schmissen hier weit vor der Abschlussarbeit hin. Besonders ehrgeizig sind aber die angehenden Mediziner. Nur 8 Prozent gaben hier auf.