Vom Student zum Multimilliardär – Facebook wird 10!

Happy Birthday, Facebook! Kaum zu glauben, aber das weltweit bekannteste Social Network feiert heute seine erste Dekade. Vor zehn Jahren, also 2004, kam dem gerade mal 18-jährigen Studenten Mark die Idee zu einer Art digitalem Jahrbuch für Harvard. Er stellte die Seite thefacebook.com online und schuf eine Gemeinschaft für seine Uni.

Heute, 2014, ist facebook.com eine Gemeinschaft für immerhin ein Drittel der Weltbevölkerung und nicht mehr wegzudenken.

Milliardenfach vernetzt

Aktuell zählt Facebook gut 1,23 Milliarden Nutzer. Ähnlich gut sieht es zahlentechnisch auf Zuckerbergs Konto aus: 22 Milliarden Euro soll der Jungunternehmer auf der hohen Kante haben. Mit nur 28 ist der eher bescheidene Ex-Student damit Multimilliardär.

Dafür musste er nicht mal sein Studium beenden, eine Diplomarbeiten schreiben oder drucken lassen. Er hat sich 2006 einfach ohne Abschluss exmatrikulieren lassen und ist heute Chef von mehr als 3.500 Angestellten. Tendenz steigend.

Die Schattenseite des Ruhms

Dennoch hat Facebook in den vergangenen zehn Jahren nicht nur Schönes erlebt. Das soziale Netzwerk stand immer wieder in der Kritik, wurde mit „The Social Network“ sogar in einem Film thematisiert. Mark Zuckerberg selbst kam darin wenig gut weg. Und auch ehemalige Weggefährten sprechen nicht unbedingt positiv von ihm. Mit Rechtsstreitigkeiten, Auseinandersetzungen mit Verbraucherschützern und dem wunden Punkt „Datenschutz“ schafft er es immer wieder in die Medien.

Erfolgreicher denn je

Dem Erfolg von Facebook tut das aber keinen Abbruch. Und man kann sagen was man will – Zuckerberg hat praktisch aus dem Nichts heraus ein gigantisches Unternehmen aufgebaut. Eines, das selbst an der Börse einen Wert von 150 Milliarden Dollar hat und mit Vorliebe kleine Start-ups wie Instagram aufkauft.

Auch, wenn Mark Zuckerberg es ohne Studienabschluss zu etwas gebracht hat: Mit der Geschichte von Facebook hätte er seine Diplomarbeit locker füllen können!

Bildquelle: flickr.com – Mehfuz Hossain

über Hochwasser und Menschen

Welch‘ aufregende Tage und Nächte liegen hinter vielen von uns. Warten und Bangen oder eben auch mit anpacken und helfen. An keinem ging das Hochwasser 2013 spurlos vorbei.
Der Pegel der Elbe sinkt Stück für Stück, wir befinden uns am heutigen Tage nur noch bei Warnstufe 1. Das Terassenufer ist seit letztem Freitag wieder für Autos frei gegeben. Und nun finden auch wir Zeit, ein bisschen zu resümieren.

Ende Mai/Anfang Juni wurden der Süden und Osten von Deutschland aber auch die Tschechische Republik von Dauerregen heimgesucht. Die Flüsse schwollen rasant und gefährlich an. Ganze Dörfer wurden von den Fluten eingeschlossen, Einwohner mussten ihr Hab und Gut zurück lassen und in Notunterkünften unterkommen. Größtenteils konnte man nur noch tatenlos zusehen, wie sich das Wasser seinen Weg durch Straßen und ganze Innenstädte suchte. In Sachsen-Anhalt brach ein Damm bei Fischbek. Umliegende Dörfer wurden geschwemmt, sodass nur noch die Dachspitzen der Häuser zu sehen waren. Mittlerweile konnte der Damm wieder fast komplett geschlossen werden – nur noch eine kleine Menge fließt aus dem Damm. Was danach kommt, was die Betroffenen erwartet ist alles noch ungewiss.

Was dieses Jahr ganz besonders hervorzuheben war und immer noch ist: die Bereitschaft zu helfen.
Am Beispiel Dresden lassen sich alle Eindrücke nur schwer zusammenfassen.
Soziale Netzwerke zeigten hier besonders Größe, denn die Bereitschaft, fremden Menschen und deren Existenzen in einer besonders großen Notlage zu helfen, war enorm. „Unglaublich“ trifft es noch besser. Auf Facebook wurden innerhalb weniger Stunden Seiten erstellt, um die Verbindung zwischen in-Not-Geratenen und Helfern herzustellen. Allein die „Fluthilfe Dresden“ hat mittlerweile knapp 50.000 Likes, der „Elbpegelstand“ informiert zusätzlich stündlich über den aktuellen Pegel und gelangte so zu über 75.000 Likes.

In kürzester Zeit verbreiteten sich Meldungen über fehlenden Sand, Säcke und Hilfsbereite. Hilferufe von Privatpersonen, wo Dämme gebaut werden müssen, Orte, an denen das Wasser schneller kam, als ein Keller geräumt werden konnte, wurden so rasch von helfenden Händen gestützt. Eine alleinerziehende Mutter schrieb, dass Sie in wenigen Stunden aus ihrer Wohnung muss und noch Leute braucht, die ihr beim Tragen der Möbel helfen. Ihre Wohnung war wohl in zwei bis drei Stunden geräumt – am Ende des Tages bedankte sie sich via Facebook bei diesem unglaublichen Engagement von fremden Menschen.

Und es wurde nicht nur gesucht, sondern auch geboten.
Aufgrund von zeitweise akutem Sandsackmangel wurden neue Sandsäcke einfach aus alten Stoffen genäht. Die Fahrbereitschaft, Sandsäcke von A nach B zu transportieren war enorm aber auch um die Verpflegung der vielen „Helferlis“ brauchte man sich keine Sorgen machen. So viele Menschen, die sich an den Herd gestellt haben, um Suppen zu kochen, Kuchen zu backen oder einfach nur Schnittchen zu schmieren. Literweise Getränke sowie Obst wurden gekauft und an die betroffenen Orte gefahren. Große Supermärkte stellten teilweise täglich neue Lebensmittel für die Helfer zur Verfügung, welche teilweise bis an ihre körperlichen Grenzen geschuftet haben. Etliche Nachtschichten wurden eingelegt. THW und Bundeswehr appellierten zwischenzeitlich an alle, regelmäßig Pausen einzulegen – so hoch war die Bereitschaft der Helfer.

Das Wasser kehrt in sein altes Bett zurück und die großen Aufräumarbeiten haben begonnen. Während die ersten schon wieder geöffnet haben (Hallooooo Citybeach) werden die Aufräumarbeiten bei Anderen noch eine Weile in Anspruch nehmen (Hallooo Schillergarten, die Terasse habt ihr schon offen, den Rest schafft ihr auch noch).
Bei vielen Aufräumarbeiten werden weiterhin helfende Hände gesucht und größtenteils wieder über die sozialen Netzwerke geleitet. Unter „Dresden räumt auf“ findet man viele Informationen zu Unternehmen, aber auch kleinen Familien, die um unsere Hilfe bitten. Aufräumen tut keiner gerne, aber die Bereitschaft zum Anpacken bleibt hoffentlich bestehen.

Des Weiteren werden zahlreiche Spendenaktionen ins Leben gerufen. Selbst die kleinsten Organisationen wollen helfen. Der Club64 auf der Louisenstraße zum Beispiel wirft pro Astra bzw. Fritz Kola, welches über die Theke geht, einen Euro in die Spendenkasse. Mit dem Geld wird dann das Wohnheim Lebenshilfe in Dresden-Gohlis unterstützt.

Alsoooo:
DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! an alle Sandsack-Näher/-Füller/-Fahrer/-Schlepper, Organisationsleute, Köche und Schnittchen-Schmierer, Getränkebringer. DANKE, an alle für’s Durchhalten und Anpacken. DANKE an die Uniformierten und die vielen Freiwilligen.
So groß das Chaos auch war und so unglaublich weitläufig sich das Wasser seinen Weg genommen hat – der Zusammenhalt und das Miteinander der Bevölkerung haben auch glücklich gemacht.
Bewahrt euch das, vergesst das nicht – auch ohne Katastrophen sollten die Menschen so miteinander umgehen.

Hochwasser 2013
Sonnenschein und Hochwasser.

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