So klappt’s mit der Finanzierung des Studiums

In wenigen Wochen geht es los, das Wintersemester 2014/2015. Um das meistern zu können, braucht es das nötige Kleingeld. Das ist keine Floskel, sondern leider eine Tatsache. Wohnraum, Materialien und Unterlagen, Verpflegung, hin und wieder ein bisschen Party – das geht schnell ins Geld.

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So kommst du bis zur Abschlussarbeit über die Runden

Wer nicht genügend Budget hat und auch von den Eltern keine Finanzspritze bekommt, kann immer noch andere Finanzierungsmöglichkeiten nutzen. Von BAföG bis Darlehen, wir verraten dir, wie du finanziell über die Runden kommst, bis du deine Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreibst.

 

  • BAföG: Hier lohnt es sich eigentlich immer, einen Antrag zu stellen. Denn BAföG ist die günstigste Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Anspruch darauf haben grundsätzlich deutsche und – unter bestimmten Umständen – auch ausländische Studierende. Problematisch wird es, wenn vorher bereits eine Ausbildung absolviert wurde. Und auch das Alter spielt bei der Beantragung eine Rolle.
  • Studienkredit: Eine hilfreiche, aber nicht ganz günstige Option. Denn im Gegensatz zum BAföG ist der Kredit nicht zinsfrei und es muss die volle Summe zurückgezahlt werden. Vor Abschluss eines Kreditvertrages sollten die Konditionen ganz genau geprüft und mit anderen Angeboten verglichen werden.
  • Stipendium: Hiermit sollen besonders begabte Studenten gefördert werden. Und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich, ebenso wie die inhaltlichen Schwerpunkte der einzelnen Begabtenförderungswerke. Größter Vorteil ist, dass das Geld nach dem Studium nicht zurückgezahlt werden muss.
  • Nebenjob: Wenn das BAföG nicht ausreicht oder es keine Förderung gibt, bleibt immer noch ein Nebenjob. Angebote finden sich entweder im Netz oder am Schwarzen Brett der jeweiligen Hochschule. Wichtig: Als BAföG-Empfänger musst du aufpassen, dass du die monatlich Einkommensgrenze nicht überschreitest.

Das sind nur einige von vielen Möglichkeiten, mit denen du dein Studium finanzieren kannst. Damit du dich voll und ganz auf deinen Abschluss und die Abschlussarbeit konzentrieren kannst, ist es wichtig, dass auf dem Konto keine Ebbe herrscht.

 

Auf ins Ausland!

Ein Auslandsaufenthalt hat für Studenten viele Vorteile. Durch ein Semester im Ausland erhält man die Möglichkeit, an vielen interessanten Lehrveranstaltungen und Kursen an einer fremden Uni teilzunehmen. Ein Auslandspraktikum gibt Einblicke ins spätere Berufsleben. Darüber hinaus eignet man sich natürlich Sprachkompetenzen an und lernt den Umgang mit fremden Kulturen und länderspezifischen Gepflogenheiten. All das kann sich extrem vorteilhaft auf die berufliche Zukunft auswirken. Doch ein Aufenthalt im Ausland erfordert einiges an Vorbereitung. Wir geben euch einige Tipps mit auf den Weg.

Das liebe gute Geld

Die oberste Priorität bei der Vorbereitung gilt der finanziellen Absicherung. Es ist nicht immer möglich, während des Auslandssemesters zu arbeiten und Praktika werden meist nicht oder nur unzureichend entlohnt. Bei einem Auslandssemester ist die einfachste Möglichkeit, sich über das Auslands-BAföG finanziell abzusichern. Auch wer normalerweise kein BAföG bekommen würde, ist möglicherweise berechtigt, Auslands-BAföG zu erhalten. Dafür sind vor allem Studiengebühren und höhere Lebenskosten im Ausland verantwortlich. Auch wenn Stipendien verschiedener Stiftungen (u.a. über den DAAD, siehe unten) wegen der hohen Nachfrage sehr begehrt und daher schwierig zu bekommen sind, so lohnt sich eine Bewerbung! Probieren kann man es ja, denn sie finanzieren mitunter ein komplettes Studium im Ausland. Wer keinerlei Förderungsmöglichkeiten bekommt, der kann in einem letzten Schritt noch als Alternative einen Bildungskredit (z.B. vom Bundesverwaltungsamt oder der KfW) in Betracht ziehen. Da dieser jedoch verzinst zurückgezahlt werden muss, sollte man sich genau überlegen, wie viel Geld man in diesem Fall beansprucht.

Europäisches Ausland = ERASMUS

Wer plant, ein Semester im europäischen Ausland zu absolvieren, sollte sich auf jeden Fall an das Akademische Auslandsamt seiner Uni wenden. Über deren Studentenaustauschprogramm ERASMUS bekommt man kompetente Unterstützung bei der Planung und Organisation seines Auslandsaufenthaltes. Auch hat man vor Ort im Ausland einen Ansprechpartner und muss eventuelle Studiengebühren nicht bezahlen. Förderungen im Wert von ca. 200€ je nach Land und Region existieren auch. Für Praktika bietet sich analog das Programm LEONARDO an.

Darf es etwas weiter weg sein?

Wer über die Grenzen von Europa hinaus ins Ausland möchte, der sollte sich unter anderem an den DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) wenden. Hier finden sich Ansprechpartner, die für Aufenthalte im außereuropäischen Raum zuständig sind. Auch Fördermöglichkeiten, hauptsächlich für Aufenthalte von ein bis zwei Semestern, werden in großer Vielfalt angeboten.

Die richtige Bleibe finden

Ungeheuer wichtig ist selbstverständlich auch die Wohnungssuche. Diese gestaltet sich leider etwas schwierig, da man nicht „mal eben“ rüberfahren und die WG besichtigen kann. Wer nicht ins kalte Wasser springen möchte, kann jedoch für den Anfang erst mal in einer Ferienwohnung oder einem Wohnheim unterkommen, und von dort aus auf die Suche nach passenden WGs gehen. Besser so, als aus der Ferne in eine WG zu ziehen, die so gar nicht zu einem passen will und den Auslandsaufenthalt zu keiner schönen Erfahrung werden lässt. Denn neben den Kosten für die Unterkunft und der Lage sollte natürlich auch das WG-Klima stimmen!