Kein Masterplan für das Masterstudium? Diese 5 Tipps helfen dir

Deine Bachelorarbeit setzt gerade den ersten, zarten Staub an und schon merkst du irgendwie, dass das Masterstudium doch nichts für dich ist? Bevor du jetzt das Handtuch wirfst und keine Abschlussarbeit schreibst, solltest du dir die fünf wichtige Fragen stellen.

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1. Habe ich vielleicht den falschen Studiengang erwischt?

Zunächst einmal solltest du dir Gedanken darüber machen, woher deine Unzufriedenheit kommt. Bist du einfach ausgelaugt, liegt es am Fach oder passiert in deinem Leben abseits des Campusses gerade zu viel? Oftmals ist nicht das Studium selbst schuld, sondern die Lebensumstände haben sich geändert. Wenn deine Masterarbeit gerade in weite Ferne rückt und du jegliche Motivation verloren hast, solltest du dich vielleicht beraten lassen. Jede Hochschule bietet dir hier verschiedene Anlaufstellen. Du könntest aber auch ein Urlaubssemester einlegen, um einen klaren Kopf zu bekommen.

2. Bin ich der fachlichen Herausforderung gewachsen?

Natürlich kann es auch sein, dass dir Fächer einfach nicht liegen. Davon solltest du dich aber nicht entmutigen lassen, sondern stattdessen aktiv werden. Hol dir Unterstützung, gründe eine Lerngruppe oder nutze Coaching-Seminare (falls deine Hochschule etwas derartiges anbieten sollte). Merkst du allerdings, dass du mit vielen deiner Kurse überfordert bist und das Ruder nicht mehr herumgerissen bekommst, dann solltest du dich vielleicht doch für einen anderen Masterstudiengang entscheiden.

3. Irgendwie, irgendwo, irgendwann?

Vielleicht hast du schon nach wenigen Wochen gemerkt, dass das Masterstudium doch nichts für dich ist. Dann solltest du nicht zu lange warten, sondern dir einen Plan B überlegen. Entweder du bleibst an deiner Hochschule und wechselst, vielleicht sogar im laufenden Semester, nur das Studienfach. Oder du versuchst dein Glück an einer anderen Hochschule. Hierbei kann es allerdings passieren, dass du nicht gleich wechseln kannst, sondern ein Monate Luft hast. Ideal für ein Praktikum vielleicht?

4. Wie sieht es mit Alternativen aus?

Wenn du nicht weiß, welche Alternativen es für dich gibt, dann solltest du dich bei deiner Hochschule schlau machen. Auch der Bachelor ist ein berufsqualifizierender Abschluss, mit dem du nach dem Bachelorarbeit drucken direkt in die Berufswelt durchstarten kannst. Wenn du nicht promovieren willst, brauchst du meist gar keinen Master.

5. Studienabbrecher und nun?

Der Stempel „Studienabbrecher“ macht vielen Angst: Aber: Wenn du in Vorstellungsgesprächen plausibel erklären kannst, warum du dich dazu entschieden hast, reißt dir niemand den Kopf ab. Schon in der Bewerbung kannst du ein kurzes Schreiben einbauen, in dem du auf deine Gründe eingehst. Formuliere sie positiv und nimm beim Verfassen zur Not Hilfe von deiner Hochschule in Anspruch.

Ob Bachelorarbeit, Masterarbeit oder vielleicht doch Plan B: Es ist noch kein Master vom Himmel gefallen 😉

Bachelor oder Master? Master oder Bachelor?

Endlich ist der Bachelor ist geschafft, jetzt kann es auf ins Berufsleben gehen. Oder doch nicht? Viele Studenten sind sich unsicher und befürchten, gegen Bewerber mit einem Master keine Chance zu haben. Doch was, wenn man eigentlich gar keine Lust mehr auf ein weiteres Studium hat? Wann macht der Master noch Sinn und wann reicht die Bachelorarbeit?

Battle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und IT

Eine Studie aus dem Jahr 2012 liefert hier ganz eindeutige Zahlen: Drei von vier Studenten mit Bachelorabschluss entscheiden sich dazu, ein weiterführendes Studium dranzuhängen. Das lohnt sich vor allem für all diejenigen, die ihre Qualifikationen im wissenschaftlichen Bereich ausbauen wollen und hier eine Karriere anstreben.

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Etwas anders sieht es in der Wirtschaft aus. Gerade bei Ingenieuren ist ein Master kein Muss, viel lieber ist der Bachelor gesehen. Warum lässt sich leicht erklären: Bachelorabsolventen sind jünger und damit besser formbar. Es sei denn natürlich, es soll bis ganz noch oben gehen. Dann ist ein Master schon sinnvoller. Selbst hier kann er aber berufsbegleitend absolviert werden.

Auch in der IT ist ein Master kein Muss. Der Bachelorabschluss ist vollkommen ausreichend. Wer allerdings eine Position mit viel Selbstständigkeit anstrebt oder in den Bereich IT-Sicherheit will, der sollte doch besser noch die Masterarbeit schreiben.

Zeit für Praxis zwischen Bachelor und Master

Viele glauben, dass sie mit einem Master deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und vor Arbeitslosigkeit sicher sind. Dafür gibt es aber keine Garantie! Und es gibt auch keine Zahlen oder Studien, die belegen, dass Bachelorabsolventen häufiger arbeitslos sind als Masterabsolventen.

Wer sich wirklich dazu entscheidet, den Master zu machen, der sollte nach der Bachelorarbeit erst mal kurz verschnaufen. Praxiserfahrung sammeln und sich einen Überblick über die einzelnen Jobmöglichkeiten verschaffen. Die fehlt vielen Masterabsolventen nämlich.

Und was bei aller Zielstrebigkeit nie vergessen werden sollte: Wichtig ist letztlich nicht der Abschluss, sondern die Leistung, die gebracht wird. Bildung zahlt sich zwar meist aus, ist aber kein Garant für Erfolg im Job!